Intesa Sanpaolo steht unter regulatorischem Druck. Die italienische Datenschutzbehörde Garante Privacy hat gestern eine Strafe in Millionenhöhe gegen die Bank verhängt. Hintergrund sind Versäumnisse beim Umgang mit Kundendaten im Zuge der Digitalstrategie.
Kritik an Datenverarbeitung
Das Bußgeld in Höhe von rund 17,6 Millionen Euro steht im Zusammenhang mit der Überführung von etwa 2,4 Millionen Kunden zur rein digitalen Tochtergesellschaft Isybank. Die Regulierungsbehörde wirft dem Institut vor, Kundenprofile auf Basis von Alter, digitalem Nutzungsverhalten und Finanzstatus erstellt zu haben, ohne dass dafür eine ausreichende Rechtsgrundlage vorlag. Zudem sei die Kommunikation über den Wechsel unzureichend und intransparent gewesen.
Die Behörde berücksichtigte bei der Strafhöhe die enorme Anzahl der betroffenen Kunden, wertete jedoch die Kooperation der Bank während der Untersuchung positiv. Marktteilnehmer beobachten nun genau, wie das Institut diesen Rückschlag im wichtigen Digitalgeschäft verarbeitet.
Umbau in der Führungsetage
Parallel zum regulatorischen Ärger ordnet die Großbank ihre Führungsstruktur im Wealth Management neu. Paolo Molesini tritt als Präsident von Fideuram Intesa Sanpaolo Private Banking zurück. Sein Nachfolger wird Tommaso Corcos. Diese Sparte gilt als stabiler Ertragsbringer und verzeichnete für das Geschäftsjahr 2025 Nettomittelzuflüsse von 14,6 Milliarden Euro.
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Auch international treibt die Bank ihre Transformation voran. In Rumänien wurde Anca Petcu zur neuen Chief Operations and Transformation Officer ernannt, nachdem dort im vergangenen Jahr die Integration der First Bank abgeschlossen wurde.
- 17,6 Millionen Euro: Bußgeld der italienischen Datenschutzbehörde
- 14,6 Milliarden Euro: Nettomittelzuflüsse bei Fideuram (2025)
- Tommaso Corcos: Neuer Präsident im Private Banking
- Anca Petcu: Neue Deputy CEO der rumänischen Tochtergesellschaft
An der Börse spiegelt sich die angespannte Lage der letzten Wochen wider: Die Aktie verlor im vergangenen Monat rund 11,6 Prozent an Wert und nähert sich mit einem RSI von 35,1 der überverkauften Zone.
Die Bank muss nun den Spagat zwischen der Digitalisierung des Privatkundengeschäfts und den strengen europäischen Datenschutzauflagen meistern. Mit der Neubesetzung im Wealth Management und der abgeschlossenen Expansion in Osteuropa setzt das Institut darauf, die operative Dynamik trotz der regulatorischen Altlasten beizubehalten.
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