International Paper befindet sich in einer Phase der Neuausrichtung. Während Analysten ihre Gewinnerwartungen für den Start in das Geschäftsjahr 2026 deutlich nach unten korrigieren, setzt die Unternehmensführung auf eine radikale Aufspaltung des Konzerns. Kann die Trennung in zwei eigenständige Einheiten die strategische Wende einleiten?
- Gewinnerwartungen: Analysten senken die EPS-Schätzung für das erste Quartal von 0,49 US-Dollar auf 0,24 US-Dollar.
- Insider-Kauf: CEO Andrew Silvernail erwarb Ende Januar Aktien im Wert von rund zwei Millionen US-Dollar.
- Restrukturierung: Geplante Aufspaltung in ein Nordamerika-Geschäft und eine EMEA-Verpackungseinheit innerhalb von 12 bis 15 Monaten.
Analysten korrigieren Schätzungen
Aktuelle Daten von Zacks Research verdeutlichen den kurzfristigen Druck auf das Unternehmen. Die Experten reduzierten ihre Schätzung für den Gewinn pro Aktie (EPS) im ersten Quartal 2026 massiv auf 0,24 US-Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnen die Analysten nun mit einem EPS von 1,83 US-Dollar. Diese Anpassung folgt auf enttäuschende Zahlen für das vierte Quartal, in dem International Paper einen Verlust von 0,08 US-Dollar pro Aktie auswies und damit die Markterwartungen deutlich verfehlte.
Trotz der vorsichtigen Analystenstimmen setzte CEO Andrew Silvernail am 30. Januar ein deutliches Signal. Er kaufte 50.000 Aktien am freien Markt – sein erster Zukauf seit Amtsantritt. Marktbeobachter werten diese Divergenz zwischen skeptischen Analysten und dem Kapital einsatz des Managements als zentralen Beobachtungspunkt für die kommenden Wochen.
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Strategische Aufspaltung im Fokus
Der Kern der künftigen Unternehmensentwicklung liegt in der Aufteilung des Konzerns in zwei börsennotierte Unternehmen. Dieser Prozess soll in einem Zeitraum von 12 bis 15 Monaten abgeschlossen sein:
- North American Business: Diese Einheit wird den Namen International Paper weiterführen und sich auf das industrielle Verpackungsgeschäft in Nordamerika konzentrieren. Im Jahr 2025 erzielte dieser Bereich einen Umsatz von etwa 15,2 Milliarden US-Dollar.
- EMEA Packaging: Diese neue Ausgründung umfasst die Geschäfte in Europa, dem Nahen Osten und Afrika, inklusive der integrierten Vermögenswerte von DS Smith. Die Basis wird ein erwarteter Umsatz von rund 8,5 Milliarden US-Dollar sein.
Parallel zur Vorbereitung dieser Trennung treibt das Management ein Kostensenkungsprogramm voran. Im laufenden Jahr ist die Schließung weiterer Standorte geplant, was etwa 700 Arbeitsplätze betreffen wird. Ziel ist es, die operative Struktur zu straffen, bevor die EMEA-Einheit rechtlich verselbstständigt wird.
Aktionäre erhalten am 17. März die nächste Quartalsdividende von 0,4625 US-Dollar pro Aktie, sofern sie den Titel zum Stichtag am 23. Februar im Depot führen. Die Veröffentlichung der nächsten Quartalsergebnisse am 29. April wird zeigen, wie weit die Kostensenkungsmaßnahmen und die Integration von DS Smith vor der Aufspaltung vorangeschritten sind.
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