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Interfor Aktie: Fokus auf Effizienz

Interfor schließt unrentable Standorte und startet modernes Werk in Georgia, um bei schwankenden Holzpreisen und hohen Zöllen die operative Effizienz zu steigern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Schließung unrentabler Standorte im Süden der USA
  • Inbetriebnahme eines neuen Sägewerks in Georgia im März 2026
  • Geplante Investitionsausgaben für 2026: 75-80 Mio. CAD
  • Aktienkurs notiert unter 52-Wochen-Hoch bei 6,40 Euro

Interfor reagiert auf den anhaltenden Preisdruck im nordamerikanischen Holzmarkt mit einem strikten Sparkurs. Während teure Standorte geschlossen wurden, setzt das Unternehmen nun auf modernere Kapazitäten und eine kontrollierte Verschuldung. Doch reicht dieser Umbau aus, um die schwankenden Holzpreise und hohen Zölle dauerhaft abzufedern?

Strategische Straffung des Portfolios

Das Geschäftsjahr 2025 war von schwierigen Rahmenbedingungen geprägt. Vor allem die schwache Preisentwicklung bei Bauholz und belastende Exportzölle setzten die Margen unter Druck. Als Reaktion darauf hat das Management die Reißleine gezogen und unrentable Standorte im Süden der USA dauerhaft geschlossen. Diese Maßnahme dient primär dazu, die Kostenstruktur zu verbessern und die finanzielle Flexibilität durch einen gezielten Schuldenabbau zurückzugewinnen.

Investitionen in moderne Kapazitäten

Trotz der Sparvorgaben investiert das Unternehmen gezielt in profitablere Projekte. Bereits Anfang März 2026 steht die Inbetriebnahme eines neuen Sägewerks in Georgia bevor, von dem sich Marktbeobachter einen deutlichen Effizienzschub versprechen. Gleichzeitig wird die Disziplin bei den Investitionsausgaben verschärft. Für das laufende Jahr 2026 sind Ausgaben zwischen 75 und 80 Millionen CAD geplant, während für 2027 eine weitere Reduzierung auf rund 60 Millionen CAD angestrebt wird, um sich primär auf notwendige Instandhaltungen zu konzentrieren.

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Marktausblick und aktuelle Bewertung

Für das Gesamtjahr 2026 zeichnet sich eine leichte Stabilisierung der Nachfrage ab, begünstigt durch sinkende Zinsen und eine Belebung im Renovierungssektor. Da das branchenweite Angebot aufgrund zahlreicher Werksschließungen sinkt, könnten die Holzpreise wieder anziehen. Anleger reagierten zuletzt dennoch zurückhaltend: Die Aktie verlor am Freitag rund drei Prozent und ging bei 6,40 Euro aus dem Handel, womit sie etwa vier Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 6,65 Euro notiert.

Ein klareres Bild über den Erfolg der Neuausrichtung wird der 7. Mai 2026 liefern. An diesem Tag veröffentlicht das Unternehmen die Ergebnisse für das erste Quartal, die zeigen werden, wie effektiv die neuen Kapazitäten in Georgia die operative Marge stützen können.

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Diskussion zu Interfor

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.