Die Aktie des Biotechnologieunternehmens verzeichnete am Donnerstag einen spürbaren Kurssprung, doch das Gesamtbild bleibt diffus. Während sich Intellia Therapeutics auf den wichtigen Auftritt bei der J.P. Morgan Healthcare Conference in der kommenden Woche vorbereitet, sorgen Transaktionen der Führungsebene für Stirnrunzeln. Anleger stehen vor einem Rätsel: Soll man dem millionenschweren Kauf eines Direktors folgen oder den Verkäufen des CEO mehr Gewicht beimessen?
Interner Zwiespalt
Verantwortlich für die aktuelle Volatilität ist vor allem eine ungewöhnliche Divergenz bei den Insider-Aktivitäten. Direktor Fred Cohen setzte am 5. Januar ein massives Vertrauenssignal und kaufte 150.000 Aktien im Wert von rund 1,4 Millionen Dollar. Dieser Zukauf erhöht seinen Bestand signifikant.
Im direkten Kontrast dazu trennte sich CEO John M. Leonard am selben Tag von über 34.000 Anteilen. Auch Vizepräsidentin Birgit C. Schultes reduzierte ihre Position. Marktteilnehmer werten den großen Einstieg Cohens derzeit offenbar stärker als die Abgaben der Geschäftsführung, was den jüngsten Kursanstieg um 3,1 Prozent erklärt.
Blick auf San Francisco
Der Zeitpunkt von Cohens Kauf – nur wenige Tage vor einem wichtigen Branchenevent – befeuert Spekulationen. Am Mittwoch, den 14. Januar, wird Intellia auf der 44. J.P. Morgan Healthcare Conference in San Francisco präsentieren. Investoren erhoffen sich dort konkrete Updates zur Pipeline und den Fortschritten in den CRISPR/Cas9-Programmen. Die aggressive Wette des Direktors könnte darauf hindeuten, dass positive strategische Neuigkeiten bevorstehen.
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Analysten bleiben vorsichtig
Trotz der kurzfristigen Erholung mahnen institutionelle Stimmen zur Vorsicht. Die Bank of America senkte ihr Kursziel kürzlich von 14 auf 12 Dollar und behielt die Einstufung „Neutral“ bei. Grund sind anhaltende Bedenken hinsichtlich des Zeitplans für die Kommerzialisierung sowie regulatorische Hürden, die weiterhin auf dem Gene-Editing-Sektor lasten.
Charttechnisch kämpft die Aktie im Bereich von 10,00 bis 10,50 Dollar um eine Bodenbildung. Der jüngste Kurssprung deutet zwar auf neues Kaufinteresse hin, der Titel notiert jedoch weiterhin deutlich unter der 200-Tage-Linie. Der langfristige Abwärtstrend ist damit technisch noch nicht gebrochen.
Für Marktteilnehmer bleibt die Divergenz zwischen dem bullischen Direktor und dem verkaufenden CEO das bestimmende Thema. Entscheidend für die weitere Richtung dürfte die Marktreaktion auf die Präsentation am kommenden Mittwoch sein. Dann wird sich zeigen, ob die Unterstützung bei 9,35 Dollar hält oder der übergeordnete Abwärtsdruck zurückkehrt.
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