Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Intellia Therapeutics Aktie: Insider im Fokus

Intellia Therapeutics Aktie: Insider im Fokus

Während mehrere Top-Manager Aktien verkaufen, setzt ein Director auf Aufstockung. Die Aktie leidet unter einem FDA-Hold für das Hauptprojekt und gemischten Analystenstimmen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • CEO und Führungskräfte verkaufen umfangreich Aktien
  • Director kauft 150.000 Anteile als Kontrapunkt
  • FDA-Hold belastet zentrales Studienprogramm
  • Auftritt auf wichtiger Branchenkonferenz steht an

Bei Intellia Therapeutics prallen derzeit gegensätzliche Signale aus dem Management aufeinander. Während mehrere Top-Manager nennenswerte Aktienpakete verkaufen, baut ein Director seine Position deutlich aus. Parallel dazu bereitet sich das Unternehmen auf einen wichtigen Auftritt bei einer Branchenkonferenz vor – vor dem Hintergrund regulatorischer Belastungen und gemischter Analystenstimmen.

  • CEO und weitere Führungskräfte verkaufen umfangreich Aktien
  • Ein Director kauft 150.000 Aktien zu
  • FDA-Clinical Hold auf wichtigem Pipeline-Projekt
  • Aktie deutlich unter 200-Tage-Linie, Short-Interest hoch

Umfangreiche Verkäufe im Top-Management

In den vergangenen Tagen kam es zu einer Reihe von Insidertransaktionen bei Intellia Therapeutics. Den größten Schritt machte Präsident und CEO John M. Leonard: Er verkaufte am 5. Januar 34.146 Aktien zu 9,21 US-Dollar je Anteilsschein und erzielte damit rund 314.485 US-Dollar. Sein Bestand verringerte sich dadurch um 3,26 % auf 1.013.339 Aktien, mit einem Wert von etwa 9,33 Mio. US-Dollar auf Basis des jüngsten Schlusskurses.

Leonard war nicht der einzige Manager, der die Position reduzierte:

  • EVP & General Counsel James Basta veräußerte 10.397 Aktien für rund 95.756 US-Dollar
  • EVP & CFO Edward J. Dulac III trennte sich von 6.379 Aktien für etwa 58.750 US-Dollar
  • VP & Chief Accounting Officer Michael P. Dube verkaufte 2.989 Aktien für rund 27.528 US-Dollar; hierbei handelte es sich um einen verpflichtenden Verkauf zur Steuerbegleichung

Im regulären Handel legte die Aktie gestern um 4,11 % auf 10,13 US-Dollar zu, bei einem auffällig hohen Volumen von über 5 Mio. gehandelten Aktien.

Director-Kauf setzt Kontrapunkt

Deutlich gegenläufig agierte Director Fred E. Cohen. Er kaufte 150.000 Aktien im Gesamtvolumen von 1.402.500 US-Dollar und erhöhte damit seine Beteiligung spürbar. Dieser Schritt signalisiert zumindest von Seiten eines Aufsichtsratsmitglieds Vertrauen – trotz der gleichzeitigen Verkäufe im Führungskreis.

Wichtiger Auftritt auf J.P.-Morgan-Konferenz

Intellia will am kommenden Mittwoch auf der 44. J.P. Morgan Healthcare Conference in San Francisco präsentieren. Der Auftritt ist für 9:00 Uhr Ortszeit angesetzt. Angesichts der klinischen Rückschläge Ende 2025 bietet die Veranstaltung dem Management eine zentrale Plattform, um Investoren anzusprechen und die aktuelle Lage sowie nächste Schritte zu erläutern.

FDA-Hold auf zentralem Studienprogramm

Die jüngste Insideraktivität steht vor dem Hintergrund erheblicher regulatorischer Risiken. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat einen klinischen Hold auf die MAGNITUDE-Studien für nexiguran ziclumeran (nex-z) verhängt, den führenden Kandidaten zur Behandlung von Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Intellia Therapeutics?

Auslöser waren Sicherheitsbedenken, darunter ein Todesfall eines Patienten. In der Folge setzte Intellia Ende 2025 Dosierung und Rekrutierung in diesen Studien aus. Dieser Hold belastet die Perspektiven des wichtigsten Entwicklungsprojekts spürbar.

Analystenmeinungen und Bewertung

An der Wall Street zeigt sich ein gemischtes Bild. Bank of America senkte am 6. Januar das Kursziel von 14 auf 12 US-Dollar und bestätigte eine neutrale Einstufung. Wolfe Research hatte die Aktie bereits im November 2025 auf „Peer Perform“ abgestuft.

Trotz dieser Zurückhaltung liegt das durchschnittliche Analystenkursziel bei 18,43 US-Dollar und damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Die Konsensverteilung:

  • 11 Kaufempfehlungen
  • 10 Halteempfehlungen
  • 3 Verkaufsempfehlungen

Kennzahlen und Marktbild

Intellia kommt derzeit auf eine Marktkapitalisierung von rund 1,17 Mrd. US-Dollar. Technisch notiert die Aktie unter wichtigen Durchschnittslinien: Die 50-Tage-Linie liegt bei 9,58 US-Dollar, die 200-Tage-Linie bei 12,70 US-Dollar.

Der 52-Wochen-Korridor reicht von 5,90 bis 28,25 US-Dollar. Auf Jahressicht ergibt sich ein Rückgang von etwa 18,77 %. Institutionelle Investoren halten 88,36 % der ausstehenden Aktien, während der Short-Interest mit 25,84 % hoch ist.

Fundamental schreibt das Unternehmen weiterhin Verluste, konnte im jüngsten Quartal aber die Gewinnerwartungen übertreffen: Der verwässerte Verlust je Aktie lag bei -0,92 US-Dollar, besser als der Konsens von -1,02 US-Dollar. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 51,6 % auf 13,78 Mio. US-Dollar. Die Netto-Marge ist mit -774,94 % jedoch weiterhin stark negativ.

Entscheidend: Konferenz und FDA-Entwicklung

In den kommenden Tagen rücken vor allem zwei Faktoren in den Vordergrund: die Präsentation auf der J.P. Morgan Healthcare Conference und das weitere Vorgehen der FDA beim klinischen Hold für nex-z. Je nachdem, welche Klarheit das Management zur Pipeline liefern kann und ob sich beim regulatorischen Status Bewegung abzeichnet, könnte sich der Blick auf die Aktie spürbar verändern.

Anzeige

Intellia Therapeutics-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Intellia Therapeutics-Analyse vom 9. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Intellia Therapeutics-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Intellia Therapeutics-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Intellia Therapeutics: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.