Intellego Technologies steht vor dem Scherbenhaufen einer massiven Bilanzfälschung. Ein aktueller Sonderuntersuchungsbericht von KPMG entlarvt, dass fast der gesamte Umsatz des Geschäftsjahres 2024 zu Unrecht verbucht wurde. Während der ehemalige CEO mit weiteren strafrechtlichen Konsequenzen konfrontiert ist, zeigen die heute veröffentlichten Zahlen für 2025 ein Unternehmen in der tiefsten Krise seiner Geschichte.
KPMG-Bericht entlarvt Millionen-Loch
Die Ergebnisse der unabhängigen forensischen Untersuchung durch KPMG, die dem Unternehmen gestern zugestellt wurden, sind erschütternd. Im Fokus standen acht spezifische Verträge aus dem Geschäftsjahr 2024 mit einem Gesamtvolumen von 136,8 Millionen SEK. Der Bericht stellt fest, dass 133,9 Millionen SEK – also rund 97 Prozent dieser Summe – fälschlicherweise als Umsatz ausgewiesen wurden.
Demnach nutzte der ehemalige CEO Claes Lindahl gezielte Methoden, um interne Kontrollmechanismen zu umgehen und die Erlöse künstlich aufzublähen. Als Reaktion auf diese Erkenntnisse hat der Verwaltungsrat eine weitere Strafanzeige gegen Lindahl eingereicht. Laut Chairman Greg Batcheller belegt die Untersuchung das Ausmaß, in dem Vorstand und Aktionäre getäuscht wurden.
Massive Verluste im vierten Quartal
Parallel zu den Enthüllungen präsentierte das Unternehmen heute die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Das operative Ergebnis (EBIT) brach im Schlussquartal auf minus 88,5 Millionen SEK ein, nach einem Verlust von 15,2 Millionen SEK im Vorjahreszeitraum.
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Für das gesamte Geschäftsjahr 2025 weist Intellego einen Nettoverlust von 189,38 Millionen SEK aus. Zwar wurde ein Gesamtumsatz von 98 Millionen SEK gemeldet, doch angesichts der massiven Korrekturen für das Vorjahr bleibt die Aussagekraft dieser Zahlen begrenzt. Interims-CEO Jacob Laurin verwies darauf, dass künftig die Tochtergesellschaft Daro das Fundament der Gruppe bilden soll.
Drohendes Delisting und juristische Folgen
Die regulatorische Lage spitzt sich für den Konzern dramatisch zu. Kann sich Intellego unter diesen Umständen überhaupt noch an der Börse halten? Die Nasdaq Stockholm hat diese Frage bereits mit einem Antrag auf Delisting der Aktie vom First North Growth Market beantwortet.
Zusätzlich zu den Ermittlungen der Disziplinarkommission der Börse wiegen die strafrechtlichen Vorwürfe schwer. Der ehemalige CEO wurde bereits im November wegen Betrugsverdachts verhaftet, und wesentliche Vermögenswerte des Unternehmens sind per Gerichtsbeschluss eingefroren. Damit ist die finanzielle Handlungsfähigkeit des Unternehmens über das Kerngeschäft der Tochter Daro hinaus faktisch zum Erliegen gekommen.
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