Intel meldet für das erste Quartal 2026 einen massiven Gewinnsprung und schmiedet parallel dazu mächtige Allianzen. Während die Konkurrenz auf ARM-Architekturen schielt, verbünden sich die Kalifornier mit Dell, Nvidia und sogar dem ewigen Rivalen AMD. Das Ziel ist klar: Die x86-Architektur soll das Rückgrat der globalen Rechenzentren bleiben.
Operativ untermauern die jüngsten Zahlen den Optimismus. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 13,6 Milliarden US-Dollar. Treiber war das Rechenzentrums- und KI-Geschäft, das mittlerweile den Großteil der Erlöse beisteuert. Beim bereinigten Gewinn je Aktie pulverisierte der Konzern mit 29 US-Cent die niedrigen Analystenschätzungen.
Die Börse feiert diese Entwicklung. Marktbeobachter loben besonders die strategische Neuausrichtung unter CEO Lip-Bu Tan, der das Unternehmen konsequent auf margenstarke Zukunftsfelder trimmt.
Allein seit Jahresbeginn schoss die Intel-Aktie um rund 186 Prozent nach oben. Gestern markierte das Papier mit 96,10 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch.
Schulterschluss der Tech-Giganten
Um diese Position auszubauen, sichert sich das Management wichtige Partnerschaften. Mit Dell entwickelt Intel eine spezielle Sicherheitsinfrastruktur für KI-Fabriken. Xeon-Prozessoren und Gaudi3-Beschleuniger sollen die rasant steigenden Cyberrisiken bei großen Sprachmodellen eindämmen.
Indes rückt die Branche bei den Standards enger zusammen. Intel und AMD arbeiten gemeinsam an speziellen KI-Erweiterungen. Dieser seltene Schulterschluss soll die x86-Plattform gegen die wachsende Bedrohung durch ARM-Chips verteidigen. Auch Nvidia und Alphabet setzen für ihre neuesten KI-Systeme weiterhin auf Xeon-Prozessoren.
Blick auf die Foundry und Quanten-Zukunft
Auch in der Auftragsfertigung gibt es Bewegung. Die Foundry-Sparte steigerte ihre Erlöse im abgelaufenen Quartal spürbar. Ein wichtiger Schritt ist dabei die Gewinnung von Tesla als ersten Kunden für den kommenden 14A-Fertigungsknoten. Allerdings bleibt der Rückstand auf den Marktführer TSMC gewaltig.
Für die Ära nach den aktuellen Silizium-Beschleunigern bringt sich der Konzern ebenfalls in Stellung. Der neue Technikchef Pushkar Ranade soll die Entwicklung von Quantencomputern und neuromorphen Chips vorantreiben. Ein millionenschweres Investment in das Startup QuantWare unterstreicht diese Ambitionen.
Trotz der operativen Erfolge ist die Aktie mittlerweile extrem teuer bewertet. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 900 lässt keinen Spielraum für Fehler. Die nächste Bewährungsprobe für das Management ist die Skalierung der 18A-Fertigungstechnologie. Nur wenn die Auftragsfertigung hier signifikant Marktanteile gewinnt, lässt sich die aktuelle Marktkapitalisierung langfristig rechtfertigen.
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