Startseite » Earnings » Intel Aktie: Zahlen sprechen Bände

Intel Aktie: Zahlen sprechen Bände

Intel übertrifft mit KI-getriebenen Quartalszahlen alle Erwartungen und verzeichnet den größten Kurssprung seit 26 Jahren.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz steigt auf 13,6 Milliarden Dollar
  • Gewinn je Aktie weit über Prognose
  • KI-Nachfrage treibt Data-Center-Geschäft
  • Analysten heben Kursziele deutlich an

Nach Jahren in der Krise hat Intel am Freitag einen bemerkenswerten Moment erlebt. Die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 übertrafen die Erwartungen der Wall Street so deutlich, dass der Kurs zeitweise um bis zu 27 Prozent nach oben schoss — und dabei ein Rekordhoch markierte, das zuletzt vor 26 Jahren, mitten in der Dotcom-Euphorie, erreicht worden war.

Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit rund 12,4 Milliarden Dollar gerechnet. Noch eindrucksvoller fiel der bereinigte Gewinn je Aktie aus: 0,29 Dollar, während der Konsens bei gerade einmal 0,01 Dollar gelegen hatte. Ein Jahr zuvor war an dieser Stelle noch ein Verlust gestanden.

KI-Boom als Turbo

Der Treiber hinter dem starken Quartal ist klar: die schier unersättliche Nachfrage nach Halbleitern für KI-Infrastruktur. Besonders das Data-Center-Segment zog kräftig an. Finanzchef David Zinsner verwies darauf, dass der Konzern im abgelaufenen Quartal sogar zuvor abgeschriebene Lagerbestände noch absetzen konnte — ein Hinweis darauf, wie eng das Angebot derzeit tatsächlich ist. Zudem gelangen Preissteigerungen, die sich sichtbar in der Gewinnmarge niederschlugen.

Für das laufende zweite Quartal 2026 stellt Intel Erlöse zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Markt hatte hier lediglich rund 13,1 Milliarden Dollar erwartet — die Messlatte liegt also erneut deutlich höher.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Intel?

Analysten ziehen nach

Die Reaktion der Analysten folgte prompt. KeyBanc hob das Kursziel auf 110 Dollar an und verwies auf das Wachstum im KI-Server-Bereich. Benchmark zog auf 105 Dollar nach, begründet mit verbessertem Fabrikausstoß. Cantor Fitzgerald setzte ein Ziel von 90 Dollar, während TD Cowen und DA Davidson ihre Ziele auf 75 beziehungsweise 77 Dollar anhoben. Die DZ Bank stufte Intel gleich von „Verkaufen“ auf „Halten“ hoch und verdoppelte ihren fairen Wert von 36 auf 80 Dollar — mit dem ausdrücklichen Lob, dass CEO Tan den Konzern innerhalb eines Jahres aus der tiefsten Krise auf einen profitablen Kurs zurückgeführt habe.

Aus dem Handel am Freitag ging die Aktie mit einem Plus von 23,6 Prozent bei 82,54 Dollar. Im Schlepptau zogen weitere Chipwerte kräftig an: AMD legte fast 14 Prozent zu, ARM knapp 15 Prozent. Der Philadelphia Semiconductor Index schloss auf einem neuen Rekordhoch.

Bemerkenswert ist der Kontext dieser Rally: Noch vor einem Jahr notierte die Intel-Aktie auf dem tiefsten Stand seit 2010. Seit Ende März 2026 hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Die Mammut-Investitionen in neue Fertigungsprozesse hinterlassen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zwar weiterhin tiefe Spuren — unter dem Strich steht für das erste Quartal ein Nettoverlust von 4,28 Milliarden Dollar. Der Markt schaut aber längst durch diese Transformationskosten hindurch und bewertet das, was danach kommen soll.

Anzeige

Intel-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Intel-Analyse vom 25. April liefert die Antwort:

Die neusten Intel-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Intel-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Intel: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Intel

Intel Chart