Der US-Chiphersteller Intel steht erneut unter Druck. Berichte über eine deutliche Verschiebung der nächsten Prozessorgeneration „Nova Lake“ sorgen für Verunsicherung bei den Anlegern. Während die Konkurrenz nicht schläft und der Konzern mitten in einer komplexen Restrukturierung steckt, wirft diese Nachricht Fragen zur Zuverlässigkeit der Roadmap auf.
Nova Lake erst 2027?
Auslöser für die jüngste Skepsis sind Berichte, die ursprünglich auf der chinesischen Plattform Weibo auftauchten und von Fachmedien wie Tom’s Hardware aufgegriffen wurden. Demnach wird die Desktop-Version der neuen „Nova Lake“-Architektur nicht wie geplant Ende 2026, sondern erst zur CES 2027 vollständig verfügbar sein. Dies widerspricht früheren Aussagen von CEO Lip-Bu Tan, der noch im Januar einen Start für Ende 2026 in Aussicht gestellt hatte.
Marktbeobachter vermuten hinter der Verzögerung eine strategische Entscheidung: Intel könnte Fertigungskapazitäten priorisieren, um die hohe Nachfrage nach Server-CPUs für Rechenzentren zu bedienen. Für das Consumer-Segment bedeutet dies jedoch eine längere Wartezeit auf die neuen Chips, die mit doppelter Kernanzahl und neuer Grafikarchitektur punkten sollten.
Gegenwind von mehreren Seiten
Die Nachricht trifft auf ein ohnehin fragiles Sentiment. Die Aktie hat vom 52-Wochen-Hoch bei 46,43 Euro inzwischen gut 20 Prozent eingebüßt und schloss am Montag bei 37,03 Euro. Neben den Produktverzögerungen belastet die Wettbewerbssituation: Ein umfangreicher Chip-Deal zwischen Nvidia und Meta Platforms nährt Zweifel an Intels Positionierung im lukrativen KI-Servermarkt.
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Zudem dämpfte der Ausblick auf das laufende erste Quartal 2026 die Euphorie. Nach einem starken Schlussquartal 2025 mit 13,7 Milliarden US-Dollar Umsatz rechnet das Management nun mit einem Rückgang auf 11,7 bis 12,7 Milliarden US-Dollar. Auch der Gewinn je Aktie soll vorerst nahe der Nulllinie liegen.
Analysten bleiben vorsichtig
Trotz Lichtblicken in der Bilanz – etwa dem 15-prozentigen Wachstum im Bereich Data Center und AI (DCAI) im letzten Quartal – bleibt die Wall Street gespalten. Während die Zahl der Kaufempfehlungen seit Ende 2024 leicht gestiegen ist, dominiert weiterhin eine abwartende Haltung. Analysten fordern Beweise, dass Intel seine technologischen Meilensteine ohne weitere Verzögerungen erreichen kann.
Entscheidend für die weitere Kursentwicklung sind nun die kommenden Monate. Investoren blicken gespannt auf die nächsten Quartalszahlen, die um den 23. April erwartet werden. Das Management muss dann liefern: Ab dem zweiten Quartal 2026 sollen sich die Lieferengpässe bessern, und in der zweiten Jahreshälfte müssen verbindliche Kundenverträge für den neuen Fertigungsprozess Intel 14A vorgewiesen werden, um das Vertrauen zurückzugewinnen.
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