Die Intel-Aktie hat in den vergangenen Wochen eine beeindruckende Rally hingelegt. Seit Jahresbeginn schoss der Kurs um 84 Prozent nach oben – und damit doppelt so stark wie der Halbleiter-Index mit seinen 42 Prozent Zuwachs. Am Donnerstag, dem 22. Januar, wird sich zeigen, ob die Euphorie berechtigt ist. Dann veröffentlicht der Chipriese nach Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal.
Der optimistische Ausblick der Anleger hat einen Namen: Lip-Bu Tan. Der neue CEO hat seit seinem Amtsantritt eine Reihe hochkarätiger Deals eingefädelt, die Intel wieder Luft zum Atmen verschaffen. Nvidia stieg mit 5 Milliarden Dollar ein, SoftBank mit 2 Milliarden. Auch die US-Regierung hält mittlerweile Anteile am Konzern.
Servergeschäft als Hoffnungsträger
Für das abgelaufene Quartal rechnen Analysten mit einem Umsatzsprung von über 30 Prozent im Rechenzentrumsgeschäft auf 4,43 Milliarden Dollar. Der Grund: Die großen Tech-Konzerne bauen ihre Datenzentren massiv aus – und benötigen dafür neben Nvidia-GPUs auch Intels klassische Server-Chips und CPUs.
„Das ist das optimistischste Szenario, das wir seit langem bei Intel sehen“, erklärt Ryuta Makino, Analyst beim Intel-Investor Gabelli Funds. Seine Prognose: Die Preise für Server-CPUs könnten 2026 um mehr als zehn Prozent steigen.
Die PC-Sparte soll im vierten Quartal um moderate 2,5 Prozent auf 8,21 Milliarden Dollar gewachsen sein. Allerdings verliert Intel hier weiter Marktanteile an AMD und Arm. Zudem könnte die Nachfrage nach PCs nachlassen, da die globale Knappheit bei Speicherchips die Preise für Laptops in die Höhe treibt.
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Die 18A-Technologie entscheidet über die Zukunft
Intel hat begonnen, seine neuen „Panther Lake“-PC-Chips auszuliefern – das erste Produkt, das mit der entscheidenden 18A-Fertigungstechnologie hergestellt wird. Die vorherige Generation ließ Intel noch größtenteils bei TSMC produzieren.
Nvidia und Broadcom haben bereits Fertigungstests mit Intel durchgeführt. Doch die Ausbeute bereitet Sorgen: Nur ein kleiner Prozentsatz der mit 18A gefertigten Chips ist gut genug für den Verkauf an Kunden. Intel betont zwar, dass sich die Ausbeute monatlich verbessert – doch genau diese Zahlen werden am Donnerstag unter die Lupe genommen.
Die Bruttogewinnmarge dürfte im vierten Quartal um rund sechs Prozentpunkte auf 36,5 Prozent gefallen sein. Anleger hoffen darauf, dass CEO Tan seinen angekündigten Umbau des Konzerns schnell genug vorantreibt. Mindestens zehn Investmenthäuser haben ihre Kursziele oder Ratings in den vergangenen zwei Monaten angehoben.
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