Intel kämpft weiter um seine Position im KI-Zeitalter und setzt dabei neue Akzente. Statt einer kompletten Übernahme wählt der Halbleiter-Riese nun den Weg einer strategischen Beteiligung an einem aufstrebenden KI-Startup. Während die jüngsten Quartalszahlen die Erwartungen übertrafen, zeigen sich institutionelle Anleger uneins über den künftigen Kurs des Konzerns.
Investition statt Übernahme
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht Intels Einstieg bei SambaNova Systems. Der Konzern beteiligt sich Berichten zufolge mit rund 100 Millionen US-Dollar an der Series-E-Finanzierungsrunde des KI-Spezialisten, wobei eine Aufstockung auf 150 Millionen Dollar möglich erscheint. Dieser Schritt festigt die Beziehung zu einem Unternehmen, das Intel zuvor angeblich für 1,6 Milliarden Dollar komplett übernehmen wollte. Durch die jetzige Beteiligung sichert sich Intel Einfluss im kritischen Bereich der KI-Infrastruktur, ohne das volle Risiko einer Integration tragen zu müssen.
Zahlen überzeugen, Anleger gespalten
Fundamental untermauert wird dieser Vorstoß durch solide Ergebnisse für das vierte Quartal 2025. Mit einem Umsatz von 13,67 Milliarden Dollar und einem Gewinn pro Aktie von 0,15 Dollar übertraf Intel die Prognosen der Analysten, die lediglich mit 0,08 Dollar Gewinn gerechnet hatten. Besonders das Segment für Data Center und AI (DCAI) zeigte mit einem Wachstum von 15 Prozent gegenüber dem Vorquartal Stärke.
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Trotz dieser operativen Fortschritte zeichnet sich bei Großanlegern kein einheitliches Bild ab. Während Profund Advisors die Position im letzten Quartal leicht ausbaute, reduzierten andere Adressen wie New York Life Investment Management und ProShare Advisors ihre Anteile teils deutlich. An der Börse notiert das Papier aktuell bei 49,85 US-Dollar, was trotz leichter Tagesverluste eine beeindruckende Rally von über 160 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten darstellt.
Produkt-Roadmap und Lieferketten
Auch produktseitig justiert Intel nach. Berichte deuten auf die Entwicklung der neuen „Nova Lake-S“-Prozessoren für Ende 2026 hin, während bestimmte High-End-Modelle gestrichen wurden, um interne Produktüberschneidungen zu vermeiden. Herausfordernd bleibt jedoch das Marktumfeld: Engpässe bei Server-CPUs führen derzeit zu Wartezeiten von bis zu sechs Monaten. Zudem könnten deutlich steigende Preise für Speicherkomponenten (DRAM und NAND) im ersten Quartal 2026 die Margen in der gesamten Hardware-Branche belasten.
Für die weitere Entwicklung wird entscheidend sein, wie effizient Intel die neuen KI-Partnerschaften in messbares Umsatzwachstum ummünzen kann. Angesichts der anhaltenden Lieferkettenprobleme und der steigenden Komponentenkosten bleibt die operative Exekution in den kommenden Quartalen der Schlüsselfaktor für die Bestätigung des langfristigen Aufwärtstrends.
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