Intel hat eine bemerkenswerte Woche hinter sich. Die Aktie notiert auf einem 52-Wochen-Hoch von 57,42 Euro — ein Plus von rund 46 Prozent allein im laufenden Monat. Hinter der Rally stecken gleich zwei konkrete Ereignisse: ein neues Chip-Lineup und ein hochkarätiger Personalzugang aus dem Lager des Erzrivalen Samsung.
Wildcat Lake: Budget-Chips für den KI-Massenmarkt
Am 16. und 17. April hat Intel die Core Series 3 Mobilprozessoren offiziell vorgestellt. Der Codename lautet „Wildcat Lake“. Es sind die ersten Einstiegsprodukte auf Basis des neuen Intel-18A-Fertigungsverfahrens und der Panther-Lake-Architektur.
Die Chips liefern bis zu 40 TOPS Plattform-KI-Leistung. Der dedizierte Neuronalprozessor kommt allerdings nur auf 17 TOPS — und verfehlt damit die 40-TOPS-Schwelle, die Microsoft für die Copilot+-Zertifizierung verlangt. Das ist eine Lücke, die Intel erklären muss. Gegenüber fünf Jahre alten Systemen verspricht Intel 47 Prozent mehr Single-Thread-Leistung. Mehr als 70 Laptop-Modelle von Acer, Asus, Dell und HP sollen die neuen Prozessoren nutzen.
Erfahrener Samsung-Veteran übernimmt Foundry-Vertrieb
Der wichtigere strategische Schritt dürfte der Personalzugang sein. Intel holt Shawn Han, einen 30-jährigen Samsung-Foundry-Veteranen, als Senior Vice President und General Manager für das externe Auftragsfertigungsgeschäft. Han tritt die Stelle im Mai 2026 an und berichtet direkt an EVP Naga Chandrasekaran.
Das Ziel ist klar: Intel braucht externe Kunden, um die hohen Kosten seiner neuen Fertigungsanlagen zu decken. Das interne Chipdesign-Geschäft reicht dafür nicht aus. Han soll Intel als glaubwürdige Alternative zu TSMC und Samsung im Auftragsfertigung positionieren.
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Analysten ziehen nach — mit Abstand
Bernstein hat das Kursziel für Intel von 36 auf 60 Euro angehoben. Das klingt bullish — liegt aber noch deutlich unter dem aktuellen Kurs von 57,42 Euro. Die Analysten erkennen das Potenzial des 18A-Prozesses an, bleiben aber vorsichtig.
Intern zeigt sich ein gemischtes Bild. EVP David Zinsner kaufte rund 5.900 Aktien zu etwa 42,50 Euro. EVP Boise April Miller dagegen verkaufte 20.000 Aktien zu rund 49 Euro und reduzierte ihre Position um etwa 15 Prozent.
Für das erste Quartal 2026 rechnen Analysten mit einem Umsatz von rund 12,3 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie von 0,02 Dollar. Die Quartalszahlen werden zeigen, ob die operative Trendwende trägt — und ob Hans Aufgabe, externe Foundry-Kunden zu gewinnen, schnell genug Früchte trägt, um die Kostenbasis der neuen Fabs zu rechtfertigen.
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