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Intel Aktie: Optimistische Stimmung

KeyBanc stuft Intel auf 'Overweight' hoch und sieht 28 Prozent Aufwärtspotenzial. Die Analysten erwarten eine Rückkehr in die Gewinnzone und starke Nachfrage nach Server-CPUs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursziel von 60 Dollar bedeutet 28 Prozent Potenzial
  • Analyst erwartet ausverkaufte Server-CPUs für 2026
  • Quartalsgewinn von 0,08 Dollar pro Aktie prognostiziert
  • Nvidia und US-Regierung als strategische Großinvestoren

Während die US-Börsen am heutigen Feiertag pausieren, richten sich alle Blicke auf Intel. Vor den Quartalszahlen am Donnerstag wetten Analysten auf ein massives Comeback des Chip-Riesen. Nach dem Einstieg von Nvidia und der US-Regierung stellt sich die Frage: Startet die Aktie nach der Rückkehr in die Gewinnzone den Durchmarsch auf neue Höchststände?

Analyst sieht 28 Prozent Potenzial

Für deutlichen Rückenwind sorgt eine frische Einschätzung von KeyBanc Capital Markets. Analyst John Vinh stufte die Aktie auf „Overweight“ hoch und setzte das Kursziel auf 60 US-Dollar. Vom aktuellen Niveau bei 46,96 Dollar entspricht dies einem Aufwärtspotenzial von rund 28 Prozent.

Vinh begründet seinen Optimismus mit konkreten Daten aus der Lieferkette:
* Ausverkaufte Server: Die Kapazitäten für Server-CPUs sollen für das Jahr 2026 aufgrund der enormen Nachfrage von Hyperscalern „nahezu ausverkauft“ sein.
* Preismacht: Diese Knappheit ermöglicht Intel voraussichtlich Preiserhöhungen von 10 bis 15 Prozent bei ausgewählten Produkten.
* Fertigungs-Fortschritt: Die Ausbeute (Yields) beim fortschrittlichen 18A-Prozess hat Berichten zufolge die kritische Marke von 60 Prozent überschritten, was für die Massenproduktion der kommenden Panther-Lake-Prozessoren entscheidend ist.

Rückkehr in die schwarzen Zahlen

Am kommenden Donnerstag, den 22. Januar, muss Intel diese Vorschusslorbeeren mit Zahlen untermauern. Der Marktkonsens deutet auf eine operative Wende hin. Analysten erwarten einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 0,08 Dollar. Dies wäre ein wichtiges Signal der Stabilität nach den Verlusten während der Restrukturierungsphase.

Beim Umsatz rechnen Experten mit 13,37 Milliarden Dollar. Der Rückgang von etwa 6,2 Prozent im Vorjahresvergleich spiegelt dabei die Strategie wider, sich von unrentablen Geschäftsbereichen zu trennen und den Fokus auf das Foundry-Geschäft sowie KI-Anwendungen zu legen. Für das Gesamtjahr 2026 stabilisieren sich die Prognosen bereits bei einem Gewinn von 0,58 Dollar pro Aktie.

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Strategische Großinvestoren an Bord

Das bullische Szenario wird durch die veränderte Aktionärsstruktur gestützt. Nvidia sorgte Ende 2025 mit einer strategischen Investition von 5 Milliarden Dollar für Aufsehen und hält nun rund 4 Prozent an Intel. Dieser Schritt gilt als Validierung der Intel-Fertigung im KI-Zeitalter.

Zudem besitzt die US-Regierung nach Verhandlungen im Rahmen des CHIPS Act inzwischen rund 10 Prozent der Anteile. Diese Beteiligung verknüpft nationale Sicherheitsinteressen direkt mit dem operativen Erfolg des Konzerns und stärkt die Bilanz erheblich.

Die Anspannung vor dem 22. Januar ist hoch. Gelingt es Intel, den prognostizierten Gewinn von 0,08 Dollar zu liefern und die volle Auftragsbücher im Server-Bereich zu bestätigen, dürfte der Weg in Richtung des neuen Kursziels von 60 Dollar geebnet sein.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.

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