Intel startet ins neue Börsenjahr mit zwei wegweisenden Ereignissen: Nvidia hat offiziell eine Beteiligung im Wert von 5 Milliarden Dollar übernommen, während gleichzeitig die hochmoderne 18A-Fertigung in die Massenproduktion geht. Die Aktie notiert bei 36,90 Dollar – ein Plus von 84 Prozent innerhalb eines Jahres, aber noch immer deutlich unter dem Dezember-Hoch.
Nvidia steigt mit 5 Milliarden ein
Die Behörden haben im Dezember grünes Licht für Nvidias Direktinvestment gegeben. Der Chipriese übernimmt 214,8 Millionen Aktien zu einem Preis von 23,28 Dollar je Papier. Für Intel bedeutet das eine dringend benötigte Kapitalspritze: Das Unternehmen schloss das Geschäftsjahr 2025 mit 30,9 Milliarden Dollar Cash, aber auch mit Schulden von 46,6 Milliarden Dollar.
Die strategische Dimension ist komplexer als es die pure Investitionssumme vermuten lässt. Parallel zur Beteiligung hat Nvidia laut Branchenberichten Tests von Intels 18A-Prozess für bestimmte Chip-Designs pausiert oder reduziert. Für die anspruchsvollste Produktion setzt der KI-Marktführer weiter primär auf TSMC.
18A-Fertigung läuft an
Am 1. Januar 2026 erreichte Intel einen operativen Meilenstein: Die Massenproduktion des 18A-Prozesses (1,8 Nanometer) ist angelaufen. Die Technologie kombiniert RibbonFET-Transistoren mit PowerVia-Rückseitenstromversorgung und soll 15 Prozent mehr Leistung pro Watt liefern.
Die aktuellen Fertigungsausbeuten liegen zwischen 60 und 65 Prozent. Das ist prinzipiell produktionsreif, zeigt aber auch die verbleibenden Herausforderungen für CEO Lip-Bu Tan, der seit März 2025 die Sanierung vorantreibt. Tan hat die Betriebskosten bereits von über 17 Milliarden auf 16 Milliarden Dollar für 2026 gesenkt.
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Wichtige Kennzahlen:
* Marktkapitalisierung: ~176 Milliarden Dollar
* Umsatz 2025: ~54,5 Milliarden Dollar
* Bruttomarge: 40,2 Prozent
* Nächster Quartalsbericht: 29. Januar 2026
Analysten bleiben skeptisch
Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 35,61 Dollar – minimal unter dem aktuellen Niveau. Die Bewertungen reichen von vorsichtig bis optimistisch: Bank of America hob das Kursziel zwar auf 40 Dollar an, behält aber die „Underperform“-Einstufung bei. KGI Securities sieht hingegen Potenzial bis 52 Dollar und stuft die Aktie auf „Outperform“ hoch.
Die entscheidenden Antworten liefert der Quartalsbericht am 29. Januar. Dann zeigt sich erstmals konkret, wie sich der 18A-Start und das Nvidia-Kapital in den Zahlen niederschlagen. Microsoft und Amazon sind als erste Kunden für 18A-Anwendungen bestätigt – die Basis ist gelegt, die Ausführung muss folgen.
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