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Intel Aktie: Neuer KI-Fokus

Intel kündigt Einstieg in die GPU-Fertigung für Rechenzentren an und arbeitet mit SoftBank an einer neuen, energieeffizienten KI-Speichertechnologie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Strategischer Vorstoß in Nvidias GPU-Kernmarkt
  • Partnerschaft mit SoftBank für KI-Speicher ZAM
  • Überraschend positives Quartalsergebnis vorgelegt
  • CFO kauft für 250.000 Dollar Intel-Aktien

Intel zieht die nächste strategische Linie im KI-Rennen: Der Konzern will eigene GPUs entwickeln und zugleich mit SoftBank an einer neuen Speichertechnologie für Rechenzentren arbeiten. Dahinter steckt ein klarer Plan: mehr Relevanz dort, wo aktuell vor allem Nvidia verdient. Doch wie konkret sind diese Schritte – und was soll damit schneller vorankommen?

Angriff auf den GPU-Markt

Auf dem Cisco AI Summit gestern kündigte CEO Lip-Bu Tan an, Intel werde in die GPU-Fertigung einsteigen. Der Fokus soll auf Anwendungen im Rechenzentrum liegen – also genau dem Feld, in dem Nvidia in den vergangenen Jahren ein riesiges Geschäft rund um KI-Training und KI-Inferenz aufgebaut hat.

Ein wichtiger Baustein ist dabei Personal: Intel holt Eric Demers, zuvor Senior Vice President Engineering bei Qualcomm, als Chefarchitekten für das GPU-Vorhaben. Er berichtet an Kevork Kechichian, den Leiter der Data-Center-Sparte, der erst seit September 2025 im Unternehmen ist. Tan betonte zudem, man wolle die Strategie stark an Kundenanforderungen ausrichten – und sprach davon, dass bereits mehrere Kunden intensiv mit Intel Foundry zusammenarbeiten.

SoftBank-Deal für neue KI-Speicher

Parallel sorgt eine Kooperation mit Saimemory, einer SoftBank-Tochter, für Aufmerksamkeit. Gemeinsam soll „Z-Angle Memory“ (ZAM) entwickelt werden – eine neue Speicherarchitektur, die weniger Energie verbrauchen und gleichzeitig große Datenmengen schnell bewegen soll. Ziel: KI-Workloads in Rechenzentren effizienter machen.

SoftBank nennt auch einen groben Zeitplan:
Erster ZAM-Prototyp: im Geschäftsjahr 2027 erwartet
Kommerzialisierung: für das Geschäftsjahr 2029 geplant
Basis der Partnerschaft: SoftBanks 2 Mrd. US-Dollar Investment in Intel aus August 2025

Zahlen, Ausblick – und ein Insiderkauf

Operativ hatte Intel zuletzt zumindest beim Gewinn positiv überrascht: Im vierten Quartal 2025 lag das Non-GAAP-Ergebnis je Aktie bei 0,15 US-Dollar (Konsens 0,08 US-Dollar), der Umsatz bei 13,67 Mrd. US-Dollar, allerdings 4,2% unter Vorjahr. Für das erste Quartal 2026 stellt Intel 11,7 bis 12,7 Mrd. US-Dollar Umsatz in Aussicht, dazu rund 34,5% Non-GAAP-Bruttomarge; beim Ergebnis je Aktie peilt das Unternehmen am Mittelwert der Spanne etwa Break-even an.

Zusätzliche Beachtung fand ein Insiderkauf: CFO David Zinsner erwarb am 26. Januar 5.882 Aktien zu durchschnittlich 42,50 US-Dollar – ein Volumen von rund 250.000 US-Dollar.

Beim Kursbild zeigt sich nach der starken Entwicklung der letzten Monate zwar Bewegung, zuletzt aber auch etwas Gegenwind: Die Aktie schloss gestern bei 50,67 US-Dollar und liegt seit Jahresanfang dennoch bei +26,18%.

Zum Taktgeber für die nächsten Wochen dürfte werden, ob Intel die angekündigten Initiativen mit konkreten Produkt- und Kundenschritten unterfüttern kann – und wie sich der Hochlauf der Foundry-Pläne rund um die 14A-Technologie im weiteren Jahresverlauf tatsächlich materialisiert.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.

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