Intel hat Anleger diese Woche mit gleich zwei Themen gepackt: Spekulationen über prominente Fertigungspartner und ein nachweisbarer Insiderkauf aus der Chefetage. Beides zahlt auf eine zentrale Story ein – die Foundry-Sparte soll mehr externe Kunden anziehen. Doch wie belastbar ist diese neue Fantasie?
Gerüchte um Nvidia und Apple
Für viel Aufmerksamkeit sorgen Berichte, wonach Intels Auftragsfertigung vor größeren Deals stehen könnte. Verschiedene Medien verknüpfen die jüngste Dynamik am Markt mit Gerüchten über ausgeweitete Chip-Partnerschaften – unter anderem mit Nvidia und Apple.
Konkret hieß es am Donnerstag, Nvidia prüfe Intels Fertigungstechnologien 18A und 14A für kommende „Feynman“-KI-Chips. Das passt zu Intels Kurs, die eigenen Fabriken stärker für externe Kunden zu öffnen. Als operatives Signal in diese Richtung gilt auch, dass Intel bereits im Oktober 2025 den Start der Massenproduktion für den 18A-Prozess (2-Nanometer-Klasse) in der Fab 52 in Chandler (Arizona) gemeldet hatte.
Insiderkauf liefert Substanz
Neben der Gerüchteküche gibt es einen handfesten Datenpunkt: CFO David Zinsner kaufte am 26. Januar 5.882 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 42,50 US-Dollar, insgesamt rund 249.985 US-Dollar. Danach hält er 247.392 Aktien direkt.
Solche Käufe werden am Markt häufig als Vertrauenssignal gewertet – nicht als Beweis, aber als Hinweis, dass das Management die laufende Neuausrichtung für chancenreich hält.
Rückenwind aus Technik und Zahlen
Zusätzlichen Kontext liefern operative und finanzielle Updates. Bei den kommenden „Panther Lake“-Prozessoren wird von Vorteilen bei der Pro-Takt-Leistung (IPC) gegenüber Konkurrenz-Architekturen wie AMDs Zen 5 berichtet – ein wichtiges Detail, weil Intel im Kerngeschäft wieder technologisch überzeugen muss.
Dazu kommen die jüngsten Quartalszahlen: Im vierten Quartal 2025 lag der Gewinn je Aktie bei 0,15 US-Dollar und damit über der Markterwartung von 0,08 US-Dollar. Der Umsatz erreichte 13,67 Mrd. US-Dollar und übertraf ebenfalls die Prognose (13,37 Mrd. US-Dollar), auch wenn er im Jahresvergleich um 4,2% zurückging.
Wichtige Punkte im Überblick:
– Fokus am Markt: mögliche Großkunden für Intels Foundry (18A/14A)
– Bestätigt: Insiderkauf des CFO im Umfang von rund 250.000 US-Dollar
– Fundamentaler Kontext: Q4-Ergebnis und Umsatz über Erwartungen, trotz Umsatzrückgang ggü. Vorjahr
Nach dem starken Lauf der vergangenen Monate setzte die Aktie zuletzt kurzfristig zurück: In den letzten sieben Tagen beträgt das Minus 11,49% (aktueller Kurs: 48,05 US-Dollar). Entscheidend dürfte nun sein, ob aus den Foundry-Berichten konkrete Kundenzusagen für den 18A-Knoten werden – genau darauf richtet sich der Blick nach den starken Impulsen dieser Woche.
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