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Intel Aktie: Möglicher Ausgang?

Intel erleidet einen Dämpfer, da Nvidia den 18A-Fertigungsprozess nicht nutzen will. Langfristig könnten jedoch Gespräche mit Apple und Nvidia über Aufträge ab 2028 sowie ein Insider-Kauf Hoffnung geben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nvidia verzichtet auf Intels 18A-Fertigungsprozess
  • Q1-2026-Prognose enttäuscht die Markterwartungen
  • Apple und Nvidia prüfen Aufträge ab dem Jahr 2028
  • CFO kauft persönlich Intel-Aktien

Intel steht mit seiner Foundry-Strategie an einem heiklen Punkt. Denn ausgerechnet dort, wo der Konzern künftig wachsen will, kommen gerade Zweifel auf. Gleichzeitig gibt es Hinweise auf mögliche Großkunden – und ein Insider-Kauf sorgt für ein kleines Vertrauenssignal.

Dämpfer für die 18A-Story

Ein zentraler Belastungsfaktor: Laut einem Bericht soll Nvidia Intels 18A-Fertigungsprozess getestet, sich am Ende aber gegen eine Produktion auf dieser Basis entschieden haben. Für Intel ist das mehr als nur eine verpasste Chance. Die Foundry-Sparte gilt als Schlüssel, um langfristig wieder näher an Branchenprimus TSMC heranzurücken.

Der Rückschlag trifft zudem auf ein ohnehin angespanntes Umfeld. Ende Januar hatte Intel einen Ausblick für das erste Quartal 2026 vorgelegt, der unter den Erwartungen der Wall Street lag. Beim Umsatz lag die Prognose unter den Schätzungen, beim bereinigten Gewinn je Aktie stellte das Management ein in etwa stabiles Niveau in Aussicht. Das passt nicht zur Turnaround-Erzählung, die Investoren aktuell hören wollen.

Hoffnungsschimmer: Gespräche für 2028

Trotz der kurzfristigen Enttäuschung gibt es auch langfristige Fantasie. Berichten zufolge sollen Apple und Nvidia Gespräche führen, um Intels US-Fertigungskapazitäten ab etwa 2028 für ausgewählte, nicht zum Kerngeschäft gehörende Produkte zu nutzen. Treiber dahinter sind vor allem geopolitische Überlegungen und der Wunsch der Branche, Lieferketten breiter aufzustellen.

Bei Apple geht es demnach sogar um einen Blick auf einen späteren Prozess: Das Unternehmen soll Intels zukünftigen 14A-Knoten für Teile der iPhone-Chipfertigung prüfen. Noch ist das alles nicht mehr als „in Gesprächen“ – aber es zeigt, wo Intel perspektivisch hinwill.

Wichtigste Punkte im Überblick:
– Nvidia soll 18A getestet, aber nicht für die Produktion gewählt haben
– Intel-Ausblick für Q1 2026 verfehlte die Markterwartungen; bereinigtes EPS etwa flach erwartet
– Apple und Nvidia sollen über Foundry-Aufträge ab ca. 2028 sprechen; Apple prüft wohl 14A für iPhone-Bausteine

Insiderkauf und Rückenwind von der Zinsseite?

Ein weiteres Signal kam aus der Chefetage: CFO David Zinsner kaufte am 26. Januar 2026 insgesamt 5.882 Intel-Aktien. Solche Käufe werden am Markt oft als Hinweis gewertet, dass das Management die Bewertung für attraktiv hält – ein Beweis für operative Fortschritte ist das aber nicht.

Parallel schaut der Sektor auf die US-Geldpolitik. Nach der Nominierung von Kevin Warsh als nächsten Fed-Chef diskutiert der Markt, ob sich die Zinsrichtung eher wachstumsfreundlich entwickeln könnte. Warsh galt früher als eher „hawkish“, zuletzt sprach er sich öffentlich jedoch für Zinssenkungen aus und plädierte für eine kleinere Fed-Bilanz. Könnte das Tech-Werten Rückenwind geben? Zumindest würde ein lockereres Zinsumfeld Bewertungsdruck von Wachstumsaktien nehmen – das wäre auch für Intel hilfreich, wenn die operative Story wieder besser greift.

An der Börse bleibt die Lage dennoch zweigeteilt: Nach dem starken Lauf der letzten Monate notiert die Aktie heute bei 46,00 US-Dollar und damit klar über dem 200-Tage-Durchschnitt – doch die Debatte um die Foundry-Fähigkeiten dürfte kurzfristig den Ton angeben. Entscheidend werden in den kommenden Quartalen weniger Ankündigungen sein, sondern belastbare Fortschritte bei Prozessen wie 18A und konkrete, vertraglich greifbare Foundry-Aufträge für die Jahre ab 2028.

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