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Intel Aktie: Lieferengpass bremst

Intels Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen, doch eine schwache Umsatzprognose für Q1 2026 und massive Lieferprobleme bei KI-Serverchips ließen die Aktie einbrechen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Quartalszahlen übertrumpfen Analystenschätzungen
  • Schwache Umsatzprognose für das erste Quartal 2026
  • Massive Lieferengpässe bei KI-Serverchips
  • Großauftrag vom US-Verteidigungsministerium gesichert

Intel hat am Donnerstag nach Börsenschluss Quartalszahlen vorgelegt, die die Erwartungen übertrafen – doch die Aktie stürzte am Freitag um 17 Prozent ab. Der Grund: Die Prognose für das laufende Quartal fiel deutlich schwächer aus als erwartet. Während die Nachfrage nach KI-Servern boomt, kann Intel schlicht nicht liefern.

Zahlen gut, Ausblick katastrophal

Für das vierte Quartal 2025 meldete Intel einen Umsatz von 13,7 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von 0,15 Dollar – beide Werte lagen über den Analystenprognosen von 13,4 Milliarden Dollar und 0,08 Dollar. Auch das Geschäft mit Rechenzentren und KI zeigte sequenzielles Wachstum.

Doch dann folgte der Schock: Für das erste Quartal 2026 erwartet Intel lediglich 11,7 bis 12,7 Milliarden Dollar Umsatz. Der Mittelpunkt dieser Spanne liegt unter der Konsensschätzung von 12,5 Milliarden Dollar. Beim Gewinn pro Aktie rechnet das Unternehmen mit genau null Dollar – Analysten hatten 0,05 Dollar erwartet.

Finanzchef David Zinsner machte massive Lieferengpässe als Hauptursache aus. Intel könne die hohe Nachfrage nach Server-Chips für KI-Rechenzentren nicht bedienen. Die Versorgungslage werde im ersten Quartal ihren Tiefpunkt erreichen, bevor im zweiten Quartal eine Besserung eintrete.

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Konkurrenz zieht davon

Die schwache Prognose wirft Fragen zur Wettbewerbsfähigkeit auf. Während Nvidia und andere Chipkonzerne vom KI-Boom profitieren, kämpft Intel mit internen Produktionsproblemen. Die Aktie war zuvor stark gelaufen – allein im Januar 2026 legte sie vor den Zahlen um 47 Prozent zu. Diese Rally basierte auf Hoffnungen rund um die Turnaround-Strategie unter CEO Lip-Bu Tan und Fortschritten bei fortgeschrittenen Fertigungsprozessen wie 18A.

Positiv anzumerken bleibt ein Großauftrag vom US-Verteidigungsministerium, der am 20. Januar bekannt wurde. Intel sicherte sich einen Rahmenvertrag im SHIELD-Programm mit einem Volumen von bis zu 151 Milliarden Dollar.

Entscheidung im zweiten Quartal

Ob Intel die Lieferprobleme wie angekündigt im zweiten Quartal in den Griff bekommt, wird für die weitere Kursentwicklung entscheidend sein. Das Unternehmen plant zudem für die zweite Jahreshälfte einen Analyst Day, bei dem neue externe Foundry-Kunden vorgestellt werden könnten. Die Consumer-CPU „Nova Lake“ soll Ende 2026 als erster Verbraucher-Chip im 18A-Prozess erscheinen. Der nächste Quartalsbericht wird zwischen dem 23. und 27. April 2026 erwartet.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.

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