Neue Details zur kommenden Chip-Generation „Nova Lake“ sorgen für Unruhe bei den Anlegern. Statt Euphorie über technische Fortschritte dominieren am Markt plötzlich Fragen zu Produktionskosten und Margen, was die Aktie gestern um knapp 3,7 Prozent ins Minus drückte. Kann der Konzern seine ambitionierten Pläne wirklich effizient umsetzen?
Teure Technik drückt die Stimmung
Im Zentrum der Skepsis stehen durchgesickerte Spezifikationen der nächsten Prozessor-Generation. Berichten zufolge setzt Intel bei „Nova Lake“ auf eine komplexe Architektur mit einer speziellen „bLLC“-Variante (Big Last Level Cache), um AMDs Gaming-Prozessoren Paroli zu bieten. Die Kombination dieser großen Chipflächen mit dem teuren N2-Fertigungsverfahren von TSMC wirft jedoch kritische Fragen zur Wirtschaftlichkeit auf. Marktbeobachter befürchten einen steigenden Margendruck, sollte die Produktion dieser Hochleistungschips die Kostenstruktur zu stark belasten.
Ein Lichtblick bleibt die Fertigungsstrategie für den Massenmarkt. Da Laptop-Prozessoren den Markt gegenüber Desktop-Varianten deutlich dominieren, soll deren Produktion größtenteils im eigenen Werk in Arizona erfolgen. Dieser interne Fokus könnte helfen, die Kosten zumindest teilweise abzufedern.
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Gemischte Signale
Abseits der Hardware-Leaks sendet der Konzern widersprüchliche Signale. Zwar stärkt CEO Lip-Bu Tan durch ein 100-Millionen-Dollar-Investment in SambaNova und den Ausbau der GPU-Sparte die KI-Ambitionen, doch operative Hürden bleiben bestehen. Dazu passt eine aktuelle Kartellstrafe aus Indien über 3,3 Millionen Dollar wegen Garantiebestimmungen – finanziell verkraftbar, aber ein weiteres Störfeuer in einem ohnehin angespannten Umfeld.
Analysten bleiben vorsichtig
Die Zurückhaltung spiegelt sich deutlich in den Bewertungen wider. Das Analysehaus DA Davidson nahm die Bewertung heute mit einem neutralen Votum und einem Kursziel von 45 US-Dollar auf. Trotz übertroffener Erwartungen im vierten Quartal 2025 drückt der schwache Ausblick auf das laufende erste Quartal die Stimmung. Die weiterhin negativen Netto-Margen verdeutlichen, dass der Turnaround noch längst nicht abgeschlossen ist.
Fazit
Für Intel geht es jetzt um die operative Beweisführung. Die technischen Ambitionen bei Nova Lake sind offensichtlich, doch Anleger fordern zunehmend Belege für die wirtschaftliche Tragfähigkeit der neuen Designs. Der Fokus verschiebt sich in den kommenden Monaten weg von bloßen Ankündigungen hin zur kosteneffizienten Exekution der Roadmap, wobei die kommenden Quartalszahlen zeigen müssen, ob die Transformation erste Früchte trägt.
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