Ein Aktionär zieht vor Gericht – und bringt damit eine ungewöhnliche Vereinbarung zwischen Intel und der US-Regierung ins Rampenlicht. Der Vorwurf: Der Halbleiterhersteller soll dem Staat unter politischem Druck einen Anteil von zehn Prozent am Unternehmen übertragen haben, ohne dafür eine angemessene Gegenleistung erhalten zu haben.
Die Klage im Detail
Aktionär Richard Paisner reichte die Klage beim Delaware Court of Chancery ein. Im Mittelpunkt steht ein Eigenkapitaltransfer im Wert von elf Milliarden Dollar an das US-Handelsministerium. Paisner behauptet, der Vorstand habe die Vereinbarung unter Druck der Trump-Administration gebilligt und dabei seine Treuepflichten gegenüber den Aktionären verletzt. Neben dem Handelsministerium wird auch der frühere Aufsichtsratsvorsitzende Frank Yeary als Beklagter genannt. Intel selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Verfahren geäußert.
Die Aktie reagierte am Donnerstag mit einem Minus von knapp fünf Prozent auf 45,68 Dollar – ein deutlicher Rücksetzer nach dem Kursanstieg am Vortag. Gemessen am aktuellen Kurs von 39,37 Euro liegt das Papier dennoch rund 80 Prozent über seinem Stand vor zwölf Monaten.
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Weitere Entwicklungen
Abseits der juristischen Auseinandersetzung gibt es operative Neuigkeiten. Intel will seine Sparte für Funkzugangsnetzwerke entgegen früherer Spekulationen behalten und plant, die Granite-Rapids-Prozessoren künftig für kombinierte Netzwerk- und KI-Anwendungen einzusetzen. Zudem bestätigte das Unternehmen den Versandstart für zwei neue Desktop-Prozessoren: Die Modelle Core Ultra 7 270K Plus und Core Ultra 5 250K Plus sollen ab dem 26. März verfügbar sein.
Für das laufende erste Quartal 2026 hat Intel lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis je Aktie in Aussicht gestellt – ein Ziel, das wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt, sollte die Klage das Unternehmen weiter beschäftigen.
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