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Intel Aktie: KI treibt CPU-Renaissance

Intels starker Quartalsbericht und KI-getriebene CPU-Nachfrage lassen den Aktienkurs um über 23 Prozent auf ein neues Allzeithoch steigen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursplus von über 23 Prozent
  • KI-Dienste treiben Xeon-Nachfrage
  • Tesla als Foundry-Kunde gewonnen
  • Analysten heben Kursziele an

Die Zahlen vom vergangenen Freitag haben die Halbleiterbranche aufgerüttelt. Intels starker Quartalsbericht und ein überraschend optimistischer Umsatzausblick für das zweite Quartal ließen den Kurs um mehr als 23 Prozent nach oben schnellen – auf rund 83 Dollar und damit erstmals über dem Dotcom-Höchststand aus dem Jahr 2000. Der Börsenwert kletterte dadurch über die Marke von 416 Milliarden Dollar.

Treiber des Kursfeuerwerks war eine unerwartete Erkenntnis: KI-Dienste greifen so intensiv auf Intels Xeon-Server-CPUs zurück, dass das Unternehmen im ersten Quartal sogar Chips verkaufte, die ursprünglich ausgemustert worden waren – wegen der schieren Nachfragestärke. Der Finanzvorstand räumte ein, dass dieser Sondereffekt im laufenden Quartal wohl nicht mehr im gleichen Umfang verfügbar sein wird. Die Umsatzprognose für das zweite Quartal lag dennoch deutlich über den Analystenerwartungen.

Inference als neues Wachstumsfeld

Hinter dem Kurssprung steckt mehr als ein gutes Quartal. Der Markt erkennt zunehmend, dass der sogenannte Inferenzbetrieb – also das Beantworten von Nutzeranfragen durch KI-Modelle – zentrale Prozessoren wieder ins Herz der Rechenzentrumsarchitektur rückt. Jahrelang hatte die GPU-Dominanz von Nvidia die CPU-Hersteller an den Rand gedrängt. Diese Verschiebung erklärt auch, warum AMD und Arm am selben Tag um 13 beziehungsweise 12 Prozent anzogen. Selbst Nvidia, das die Trainingswelle der KI dominiert, spürte den Rückenwind und legte knapp 2 Prozent zu.

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Mindestens 23 Analysehäuser erhöhten ihre Kursziele für Intel in der Folge. Der Median-Zielkurs stieg von 46,50 Dollar auf 75 Dollar – wenngleich der aktuelle Kurs diesen Wert bereits übertroffen hat. Das implizite Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Zwölf-Monats-Schätzungen liegt inzwischen bei rund 90 – ein Rekordwert für Intel und weit über den 37 für AMD und 22 für Nvidia.

Foundry als nächster Katalysator

Parallel zum CPU-Comeback gewinnt das Auftragsfertigungsgeschäft an Konturen. Erst diese Woche sicherte sich Intel Tesla als Kunden für den nächsten Fertigungsknoten 14A, der mit Elon Musks geplantem Terafab-KI-Chipkomplex verknüpft ist. Marktbeobachter sehen darin ein wichtiges Signal: Sollte die Foundry-Sparte ab 2027 nennenswerte Beiträge liefern, wäre der Turnaround unter CEO Lip-Bu Tan damit vollständig untermauert.

Seit Jahresbeginn 2026 hat die Aktie bereits über 120 Prozent zugelegt – nach einem Plus von rund 84 Prozent im Jahr 2025. Die Euphorie schwappte am Montag auch auf die asiatischen Märkte über: In Tokio erreichte der Nikkei erstmals die Marke von 60.000 Punkten, in Seoul erklomm der Kospi ein Allzeithoch, und in Taiwan markierte TSMC ebenfalls einen Rekordkurs.

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