Intel-CEO Lip-Bu Tan wird am 2. Juni auf der COMPUTEX 2026 in Taipeh eine Keynote halten — und damit erstmals auf einer der wichtigsten Bühnen der Halbleiterbranche Intels KI-Strategie öffentlich skizzieren. Zeitgleich liefert der frisch eingereichte Proxy Statement den Aktionären einen detaillierten Blick auf die Umbrüche des vergangenen Jahres.
Governance-Umbau und Milliarden-Transaktionen
Das Proxy Statement beschreibt 2025 als Jahr der „Neuerfindung“. Neben dem CEO-Wechsel zu Tan steht auch ein Führungswechsel im Aufsichtsrat an: Frank Yeary scheidet nach der Hauptversammlung 2026 aus, Craig Barratt übernimmt den Vorsitz. Barratt war im November 2025 als unabhängiger Direktor berufen worden und bringt Erfahrung aus Führungspositionen bei Qualcomm, Google und als CEO von Atheros Communications mit.
Auf der Kapitalseite hat Intel im vergangenen Jahr erhebliche Weichen gestellt. Der Verkauf einer 51-Prozent-Beteiligung an Altera brachte 4,3 Milliarden Dollar, der Abbau von Mobileye-Anteilen weitere 0,9 Milliarden. Hinzu kamen 7 Milliarden Dollar aus Privatplatzierungen bei Nvidia und SoftBank Group. Außerdem wurde die CHIPS-Act-Vereinbarung mit der US-Regierung angepasst: 5,7 Milliarden Dollar an Auszahlungen werden vorgezogen. Als Folge hält die US-Regierung derzeit rund 8,4 Prozent der ausstehenden Intel-Aktien.
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Schwacher Q1-Ausblick, Ergebnisse im April
Die Zahlen für das erste Quartal 2026 dürften die Stimmung vorerst gedämpft halten. Intel erwartet einen Umsatz zwischen 11,7 und 12,7 Milliarden Dollar — nach 13,7 Milliarden im vierten Quartal 2025, die bereits vier Prozent unter dem Vorjahreswert lagen. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie peilt das Unternehmen die Nulllinie an.
Die Aktie liegt aktuell rund 19 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Januar, hat sich aber seit dem Jahrestief im April 2025 mehr als verdoppelt. Die offiziellen Q1-Zahlen werden Ende April erwartet — und werden zeigen, ob der operative Turnaround mit dem strategischen Umbau Schritt hält.
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