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Intel Aktie: Investitionsperspektiven abwägen

Nvidia sichert sich mit einer 5-Milliarden-Dollar-Investition Zugang zu Intels Fertigungskapazitäten. Die Aktie reagierte positiv, doch Analysten bleiben skeptisch angesichts langwieriger Fabrikpläne.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nvidia erwirbt 4% von Intel für 5 Milliarden Dollar
  • Aktienkurs steigt nach Deal um rund 7 Prozent
  • Neue Chip-Generationen Panther Lake und Clearwater Forest vorgestellt
  • Fertigstellung der Ohio-Fabrik auf 2031 verschoben

Nvidia hat 5 Milliarden Dollar in Intel investiert und sich damit einen Anteil von 4% am angeschlagenen Chiphersteller gesichert. Die am 26. Dezember 2025 abgeschlossene Transaktion sorgt für Bewegung: Die Intel-Aktie kletterte innerhalb weniger Tage um rund 7% auf etwa 39,38 Dollar. Doch was steckt hinter diesem Deal – und reicht er, um Intels Probleme zu lösen?

Strategische Partnerschaft statt reiner Geldsegen

Nvidia erwarb rund 214 Millionen Intel-Aktien zum Stückpreis von 23,28 Dollar. Das liegt deutlich unter dem aktuellen Kursniveau und zeigt: Der Deal wurde bereits Monate vor der Bekanntgabe ausgehandelt. Für Marktteilnehmer ist die Botschaft klar – der weltweit wertvollste Chipkonzern sichert sich Zugang zu Intels Fertigungskapazitäten, insbesondere bei fortgeschrittenen Packaging-Technologien.

Die Investition wirkt wie eine Absicherung gegen Engpässe in der Halbleiter-Lieferkette. Gleichzeitig gibt sie Intel finanzielle Luft für den kostenintensiven Aufbau eigener Produktionsanlagen. Nach einem Kursanstieg von über 80% im Jahr 2025 stabilisiert sich die Aktie nun auf erhöhtem Niveau.

Neue Prozessoren auf Bewährungsprobe

Parallel zum Nvidia-Deal präsentierte Intel auf der CES 2026 zwei zentrale Produktlinien:

  • Core Ultra Series 3 (Panther Lake): Consumer-Chips für AI-PCs, gefertigt im 18A-Verfahren
  • Xeon 6+ (Clearwater Forest): Server-Prozessoren für Rechenzentren

Die 18A-Fertigung ist Intels Antwort auf TSMCs fortschrittlichste Nodes. Ob die Technik hält, was sie verspricht, wird sich ab dem dritten Quartal 2026 zeigen – dann sollen die Chips in Volumenproduktion gehen. Die positive Marktreaktion deutet auf vorsichtigen Optimismus hin.

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Ohio-Fabrik verschoben, Führung neu besetzt

Weniger euphorisch fällt der Blick auf Intels Fabrikpläne aus. Die Fertigstellung der Ohio One-Anlage wurde auf 2031 verschoben. Das unterstreicht, wie langwierig der Aufbau einer wettbewerbsfähigen Foundry bleibt. Intel hat zwar Schlüsselpositionen für das Projekt neu besetzt, doch die Verzögerung zeigt: Der Rückstand auf TSMC und Samsung lässt sich nicht kurzfristig aufholen.

Gemischte Signale von Investoren

Während Nvidia und Berichten zufolge auch SoftBank ihre Beteiligungen aufstockten, reduzierte Ariose Capital Management seine Position um 67%. Die Fondsgesellschaft verkaufte knapp 65.000 Aktien und hält nur noch einen Restbestand im Wert von rund 1,1 Millionen Dollar.

Analysten bleiben zurückhaltend. Die aktuelle Konsensbewertung liegt bei „Hold“ oder „Reduce“ – die Erwartungen an die 18A-Fertigung sind bereits eingepreist. Ein nachhaltiger Durchbruch über die 40-Dollar-Marke dürfte konkrete Erfolge bei der Chip-Auslieferung voraussetzen.

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