Jahrelang galt Intel als Sorgenkind der Chipbranche, doch am Freitag meldeten sich die Bullen mit einem Paukenschlag zurück. Auslöser ist ein Gerücht, das es in sich hat: Eine mögliche Partnerschaft mit Apple, die das Kräfteverhältnis im Halbleitermarkt neu ordnen könnte. Ist das der lang ersehnte Befreiungsschlag für den US-Konzern oder nur kurzfristige Euphorie?
Spektakuläre Wende?
Verantwortlich für die plötzliche Kursexplosion ist ein Bericht des renommierten Analysten Ming-Chi Kuo. Demnach sind die Chancen massiv gestiegen, dass Intel künftig als Auftragsfertiger für Apple fungiert. Konkret steht die Produktion von Einsteiger-Prozessoren der M-Serie im Raum, die typischerweise in MacBook Air und iPad Pro Modellen zum Einsatz kommen.
Sollte dieser Deal ab 2027 tatsächlich anlaufen, wäre dies weit mehr als nur ein neuer Auftrag. Es wäre die Validierung von Intels riskanter „Foundry“-Strategie. Der Konzern würde beweisen, dass er technologisch – speziell mit dem fortschrittlichen 18AP-Knoten – wieder in der Lage ist, die anspruchsvollsten Kunden der Welt zu bedienen, die bisher fast exklusiv bei der Konkurrenz fertigen ließen.
Bullen übernehmen das Ruder
Die Reaktion der Anleger ließ nicht lange auf sich warten. Mit einem massiven Kurssprung von über 11 % am Freitag schoss die Aktie auf 35,16 Euro und notiert damit nur noch knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Die Skepsis der letzten Jahre scheint verflogen: Seit Jahresanfang steht mittlerweile ein beeindruckendes Plus von fast 79 % zu Buche.
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Der Markt preist nun aggressiv ein, dass der Turnaround gelingt. Allerdings warnen Experten, dass diese Vorschusslorbeeren riskant sind. Die Bewertung spiegelt einen Erfolg wider, der in den realen Gewinnzahlen noch nicht sichtbar ist, da die Foundry-Sparte weiterhin operativ Geld verbrennt.
Rechtsstreit als Risiko
Mitten in die neue Euphorie mischen sich jedoch dunkle Wolken. Ein eskalierender Rechtsstreit mit dem taiwanesischen Marktführer TSMC sorgt für Unruhe. Es geht um brisante Vorwürfe bezüglich des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen durch ehemalige Mitarbeiter. Diese juristische Auseinandersetzung könnte die Aufbruchstimmung schnell dämpfen und stellt ein unkalkulierbares Risiko dar.
Zum Wochenstart richten sich alle Augen darauf, ob die Aktie das zurückeroberte Niveau halten kann. Jede offizielle Bestätigung oder Dementi der Apple-Gespräche dürfte für erhebliche Volatilität sorgen. Die entscheidende Frage bleibt: Ist Intel bereit für die große Bühne oder war der Freitag nur ein Strohfeuer?
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