Die Stimmung bei Intel gleicht derzeit einem Tauziehen zwischen kurzfristigen Ängsten und langfristiger Hoffnung. Während der vorsichtige Ausblick des Chip-Giganten auf das erste Quartal 2026 viele Anleger verunsichert, formiert sich auf der anderen Seite prominente Unterstützung. Sowohl aus der Chefetage als auch von Analystenseite kommen Signale, die darauf hindeuten, dass die aktuelle Bewertung eine Chance sein könnte.
Analyst sieht 66 Dollar
Trotz der jüngsten Skepsis am Markt stellt sich Tigress Financial Partners gegen den Trend. Die Investmentfirma hob ihr Kursziel für Intel am 28. Januar auf 66 US-Dollar an und bekräftigte ihre Kaufempfehlung. Analyst Ivan Feinseth begründet diesen Optimismus mit strukturellen Verbesserungen in der KI-Strategie des Konzerns.
Besonders die Fortschritte im Bereich der AI-Data-Center-Angebote und die Entwicklung des neuen 18A-Fertigungsprozesses gelten als zentrale Treiber. Feinseth erwartet, dass der kommende Zyklus von KI-fähigen PCs im Laufe des Jahres 2026 für zusätzliche Umsatzdynamik sorgen wird. Diese Einschätzung steht im Kontrast zum breiteren Analystenkonsens, der eher zur Vorsicht mahnt, erhält jedoch Unterstützung durch den Marktkommentator Jim Cramer, der auf die verbesserte Bilanzsituation hinwies.
Vertrauensbeweis aus der Chefetage
Noch deutlicher als externe Beobachter positioniert sich das Management selbst. Executive Vice President David Zinsner nutzte das aktuelle Kursniveau für einen signifikanten Zukauf. Er erwarb 5.882 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 42,50 US-Dollar, was einem Investitionsvolumen von rund 250.000 US-Dollar entspricht. Solche Transaktionen werden am Markt oft genau beobachtet, da sie auf eine Unterbewertung aus Sicht derer hindeuten, die den tiefsten Einblick in das operative Geschäft haben.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Intel?
Belastung durch Ausblick
Der Hintergrund für die aktuelle Zurückhaltung vieler Investoren liegt in den jüngsten Unternehmensprognosen. Zwar konnte Intel im vierten Quartal 2025 mit einem Umsatz von 13,67 Milliarden US-Dollar die Erwartungen übertreffen, doch der Ausblick auf das erste Quartal 2026 fiel ernüchternd aus. Das Management rechnet mit einem Umsatzrückgang und einem bereinigten Ergebnis lediglich an der Gewinnschwelle.
Diese „Soft Guidance“ drückte zuletzt auf die Stimmung, da sie Sorgen über die unmittelbare Profitabilität während der teuren Umbauphase schürt. Die Aktie beendete die Handelswoche bei 47,31 US-Dollar, was einem Tagesverlust von 1,74 % entspricht.
Entscheidend für die weitere Entwicklung dürfte sein, ob Intel seine Wette auf die Technologieführerschaft gewinnt. Während Gerüchte kursieren, dass Nvidia nach Tests möglicherweise auf den 18A-Prozess verzichtet, gibt es Spekulationen über ein potenzielles Interesse von Apple an den Foundry-Kapazitäten. Die Installation der ersten kommerziellen High-NA-EUV-Anlage unterstreicht jedenfalls den Anspruch von Intel, bis 2027/28 wieder an der Spitze der Chipfertigung zu stehen.
Intel-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Intel-Analyse vom 31. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Intel-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Intel-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Intel: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
