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Intel Aktie: Goldman Sachs senkt auf Neutral

Nach Rekordhoch verliert Intel-Aktie an Wert. Goldman Sachs sieht Kurspotenzial begrenzt, setzt aber auf Foundry-Wachstum.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursrückgang nach 52-Wochen-Hoch
  • Goldman Sachs senkt Einstufung
  • Fokus auf Foundry-Geschäft
  • Partnerschaften mit Google und Kontron

Intel steht vor einer Zäsur. Nach Monaten des ungebremsten Wachstums sorgt eine neue Analystenstimme für Ernüchterung. Nur einen Tag nach dem neuen 52-Wochen-Hoch bei 123,80 Euro verliert das Papier am Freitag rund 3,7 Prozent an Boden. Aktuell notiert der Kurs bei 112,32 Euro.

Goldman Sachs stuft das Papier neu auf „Neutral“ ein. Analyst James Schneider setzt das Kursziel auf 150 US-Dollar fest. Er erkennt zwar die Fortschritte an, sieht aber die massive Kurssteigerung kritisch. Seit Jahresbeginn kletterte der Wert bereits um über 234 Prozent. Damit sei ein Großteil der positiven Nachrichten bereits eingepreist.

Die Bank setzt auf eine Verschiebung im Rechenzentrum. Sogenannte „Agentic AI“-Workloads könnten die Nachfrage nach klassischen CPUs wieder ankurbeln. Goldman erwartet, dass das Verhältnis von Grafikprozessoren zu Hauptprozessoren sinkt. Davon würde Intels x86-Architektur profitieren.

Milliardenwette auf die Foundry

Intel wandelt sich zum US-Auftragsfertiger. Bis 2030 soll das Geschäft mit modernem Packaging rund 10 Milliarden Dollar einbringen.

Die Umsätze mit externen Wafern dürften ab 2028 deutlich anziehen. Bis zum Ende des Jahrzehnts prognostiziert die Bank hier Erlöse von 11 Milliarden Dollar. Allerdings bieten Konkurrenten wie Nvidia oder Broadcom derzeit eine bessere Sichtbarkeit bei den Umsätzen. Das begründet die vorsichtigere Haltung der Analysten.

Allianz mit Google und Kontron

Der Konzern sammelt strategische Partner. Eine Kooperation mit Kontron zielt auf Industrie und Verteidigung ab. Dabei kommen die neuen „Panther Lake“-Prozessoren zum Einsatz. Diese Chips bündeln Rechen- und Grafikleistung für KI-Aufgaben direkt am Einsatzort.

Hinzu kommt ein Großauftrag von Google. Intel fertigt künftig mehr als drei Millionen spezialisierte Prozessoren für den Suchmaschinen-Riesen. Parallel dazu testen weitere Branchengrößen die neue 18A-Fertigungstechnologie.

Technisch bleibt das Bild trotz des Rücksetzers stabil. Die Aktie notiert weiterhin deutlich über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Im dritten Quartal 2026 liefert Intel neue Details zur Auslastung seiner 18A-Fertigung und zur Kunden-Pipeline.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.

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