Intel zieht die KI-Schraube weiter an – und setzt dabei nicht nur auf eigene Chips, sondern auch auf Partner. Eine neue Kooperation mit SambaNova Systems soll das Angebot für Rechenzentren und Unternehmenskunden breiter aufstellen. Doch wie passt das in Intels größeren Umbau, in dem auch die Foundry-Sparte eine wichtige Rolle spielt?
Kooperation mit SambaNova: Fokus auf KI-Inference
Die Zusammenarbeit mit SambaNova ist als mehrjährige Partnerschaft angelegt. Ziel ist es, integrierte „Full-Stack“-Lösungen für Unternehmen und Data Center zu bauen. Konkret wollen beide Seiten Intels Xeon-Prozessoren mit SambaNovas KI-Beschleuniger-Technologie kombinieren.
Der Hintergrund: Viele anspruchsvolle KI-Anwendungen laufen heute stark GPU-zentriert. Intel positioniert die Kooperation ausdrücklich als Alternative für rechenintensive KI-Workloads – vor allem im Bereich KI-Inference, also dort, wo trainierte Modelle im laufenden Betrieb Antworten liefern müssen.
Flankiert wird das Ganze über die Finanzseite: Intel Capital, der Venture-Arm des Konzerns, beteiligte sich an SambaNovas jüngster Finanzierungsrunde über 350 Millionen US-Dollar.
SN50-Chip und erster Großkunde
Zeitlich fällt die Intel-Partnerschaft mit der Vorstellung von SambaNovas neuem SN50-Chip zusammen. Als erster Kunde wurde SoftBank Corp. genannt. Das Unternehmen will den Chip in seinen KI-Rechenzentren in Japan einsetzen.
Für Intel ist das ein wichtiges Signal: Der Konzern will als Zulieferer und Plattformanbieter stärker profitieren, während die Nachfrage nach generativer und „agentischer“ KI in Rechenzentren weiter zunimmt. Ein erster konkreter Einsatz beim SoftBank-Setup liefert dafür einen greifbaren Anwendungsfall.
Wechsel bei Intel Foundry – und ein Blick auf den Markt
Parallel zur KI-Nachricht gibt es Bewegung im Management: Kevin O’Buckley, Senior Vice President und General Manager von Intel Foundry, verlässt Intel und wechselt zu Qualcomm. Der Abgang kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Intel seine Fertigungsdienstleistungen für externe Kunden weiter ausbaut.
In Summe zeigt sich ein Konzern im Spagat: Auf der einen Seite der Vorstoß in KI-Inference-Lösungen rund um Xeon, auf der anderen Seite der Aufbau des Foundry-Geschäfts in einem Markt, der seinen Fokus zunehmend auf KI und Mobile verlagert. Passend dazu präsentierte Intel zuletzt auf dem MWC Barcelona 2026 sein 5G-Ökosystem sowie KI-Inference-Fähigkeiten auf der Xeon-6-Plattform.
Beim Kursbild bleibt der übergeordnete Trend trotz jüngster Schwankungen positiv: Auf 12 Monate liegt die Aktie laut den bereitgestellten Daten knapp 74% im Plus, gleichzeitig notiert sie rund 17% unter dem 52‑Wochen‑Hoch.
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