Trotz eines Kursrücksetzers zum Wochenausklang deutet sich bei Intel eine signifikante Stimmungsänderung an. Eine Welle von Analysten-Upgrades am Wochenende, getrieben von Berichten über ausverkaufte Server-Kapazitäten und Fortschritte in der Fertigung, sorgt für neuen Optimismus. Während der Chiphersteller auf die Quartalszahlen zusteuert, sehen Experten plötzlich deutlich mehr Potenzial als noch vor wenigen Wochen.
Das Comeback der Bullen
Obwohl die Aktie den Handel am Freitag bei 46,96 US-Dollar und einem Tagesverlust von 2,81 % beendete, hat sich der Wind gedreht. Mehrere große Finanzinstitute revidierten ihre Einschätzungen nach oben. Allen voran sorgte KeyBanc Capital Markets für Aufsehen: Analyst John Vinh stufte das Papier auf „Overweight“ (Kaufen) hoch und rief ein Kursziel von 60 US-Dollar aus. Dies impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 28 % gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag.
Gleichzeitig gab die Citigroup ihre negative Haltung auf. Die Bank strich ihre Verkaufsempfehlung, stufte auf „Hold“ hoch und hob das Kursziel drastisch von 29 auf 50 US-Dollar an. Auch TD Cowen und Loop Capital zogen nach und passten ihre Ziele an die 50-Dollar-Marke an.
Die Gründe: Preismacht und Apple-Gerüchte
Dieser neue Optimismus fußt nicht auf bloßer Hoffnung, sondern auf operativen Entwicklungen. Berichten zufolge sind Intels Produktionskapazitäten für Server-CPUs für das gesamte Jahr 2026 bereits „nahezu ausverkauft“. Dieses Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage verschafft Intel die lange vermisste Preismacht; das Unternehmen erwägt offenbar Preiserhöhungen von 10 % bis 15 % für diese stark nachgefragten Komponenten.
Zusätzlich stärken technische Meilensteine im Foundry-Geschäft (Auftragsfertigung) das Vertrauen. Die Ausbeute (Yield Rate) für den fortschrittlichen 18A-Fertigungsprozess soll die kritische Marke von 60 % überschritten haben – eine entscheidende Schwelle für die Profitabilität. In diesem Zusammenhang verdichten sich Gerüchte, dass Intel den Tech-Giganten Apple als Kunden für diesen Prozess gewonnen hat. Spekuliert wird über die Fertigung von Chips für günstigere Macs und iPads ab 2027.
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Strategischer Umbau und Marktumfeld
Die positiven Nachrichten kommen zu einem kritischen Zeitpunkt. Intel steht unter Druck, Kapital für den kostspieligen Ausbau der Fabriken freizusetzen. Um die Liquidität zu schonen, trennte sich der Konzern im dritten Quartal von rund 2,6 Millionen Aktien an Joby Aviation und reduzierte seine Beteiligung damit um gut 14 %.
Auch das geopolitische Umfeld spielt eine Rolle. Neue US-Zölle von 25 % auf bestimmte KI-Chips, die für China bestimmt sind, belasten zwar die Konkurrenten Nvidia und AMD, könnten aber Intels Strategie der heimischen Fertigung indirekt begünstigen.
Ausblick auf die Zahlen
Der Fokus der Anleger liegt nun auf dem kommenden Mittwoch, 22. Januar 2026, wenn Intel den Bericht für das vierte Quartal vorlegt. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,08 US-Dollar. Wichtiger als der Rückblick wird jedoch die Bestätigung der Prognosen sein: Sollte das Management die ausgebuchten Kapazitäten und die Fortschritte beim 18A-Prozess im Earnings Call offiziell untermauern, würde dies die bullischen Kursziele der Analysten validieren.
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