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Intel Aktie: Allzeithoch vor Zahlen

Intels Aktie steigt vor Quartalsbericht deutlich, getrieben von starken Investoren, technologischen Fortschritten und optimistischen Markterwartungen für das Rechenzentrumsgeschäft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch vor Zahlen
  • Investitionen von Nvidia und SoftBank stärken Bilanz
  • Neue Panther-Lake-Prozessoren erreichen Leistungsziele
  • Markt erwartet robusten Ausblick für 2026

Intel-Anleger blicken auf einen ungewöhnlichen Moment: Die Aktie erreichte am Mittwoch bei 54,25 Dollar ein neues 52-Wochen-Hoch – und das ausgerechnet unmittelbar vor der Vorlage der Quartalszahlen. Der Kurssprung von knapp 12 Prozent an einem einzigen Handelstag deutet darauf hin, dass institutionelle Investoren auf ein starkes Zahlenwerk und einen optimistischen Ausblick setzen. Die Rally des Jahres 2026 speist sich dabei weniger aus Spekulation als aus handfesten operativen Fortschritten.

Die Treiber hinter der Kursexplosion

Mehrere Faktoren haben Intel zurück auf die Landkarte der Wall Street gebracht. Die Bilanz wurde durch bestätigte Investitionen von Nvidia (5 Milliarden Dollar) und SoftBank (2 Milliarden Dollar) sowie durch eine Kapitalbeteiligung der US-Regierung deutlich gestärkt. Parallel dazu melden Branchenquellen, dass die neuen „Panther Lake“-Prozessoren auf Basis des fortschrittlichen 18A-Knotens ihre Leistungsziele erreichen – ein Signal, dass Intel technologisch wieder Anschluss findet.

Hinzu kommt eine wiederbelebte Nachfrage im Rechenzentrumsgeschäft. Intels Server-CPUs werden offenbar zunehmend als Ergänzung zu Nvidias GPUs in KI-Rechenzentren eingesetzt, statt nur gegen sie zu konkurrieren. Analysten wie KeyBanc haben ihre Kursziele bereits nach oben angepasst – KeyBanc nennt 60 Dollar und verweist auf die verbesserte Position im Foundry-Geschäft.

Was der Markt heute Abend erwartet

Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 werden am Donnerstagabend direkt nach US-Börsenschluss veröffentlicht. Die Konsensschätzungen sind klar definiert:

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  • Umsatz: Analysten rechnen mit rund 13,39 Milliarden Dollar (Vorjahr: 14,26 Milliarden Dollar)
  • Gewinn je Aktie: Erwartet werden 0,04 bis 0,08 Dollar bereinigt (Vorjahr: 0,13 Dollar)

Trotz des Rückgangs gegenüber dem Vorjahr scheint die Kursreaktion vorab darauf hinzudeuten, dass der Markt einen robusten Ausblick auf 2026 einpreist. Entscheidend wird sein, ob Intel bestätigen kann, dass das Rechenzentrumsgeschäft seinen Tiefpunkt erreicht hat und nun wieder sequenziell wächst.

Turnaround unter CEO Lip-Bu Tan

Der Optimismus hängt eng mit der aggressiven Restrukturierung unter CEO Lip-Bu Tan zusammen, der seit März 2025 an der Spitze steht. Tan hat die Managementstrukturen gestrafft und die Bereiche Design und Fertigung (Foundry) organisatorisch getrennt, um Transparenz zu schaffen. Die Intel-Foundry-Sparte zeigt erste Erfolge mit dem 18A-Knoten und zieht externe Kunden an, die Intel bislang nur als Wettbewerber wahrnahmen. Die politisch unterstützte „Made in America“-Strategie verschafft Intel zudem einen geopolitischen Vorteil gegenüber Konkurrenten wie TSMC.

Die Aktie hat binnen zwölf Monaten über 159 Prozent zugelegt und notiert deutlich über allen gleitenden Durchschnitten. Der steile Anstieg birgt jedoch kurzfristig das Risiko einer Überhitzung. Sollte Intel im Ausblick auf 2026 ein Rückkehr zu zweistelligem Wachstum projizieren und starke Erträge beim 18A-Knoten bestätigen, könnte die Rally in Richtung 60 bis 65 Dollar weitergehen. Zögern bei den Bruttomargen oder Verzögerungen im Produktfahrplan könnten dagegen schnelle Gewinnmitnahmen auslösen.

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