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Symbolbild, KI-generiert

Intel Aktie: 20 Milliarden Dollar für Foundry-Ausbau

Intel sichert sich 20 Milliarden Dollar für den Ausbau der Chip-Auftragsfertigung. CEO-Käufe und Nvidia-Beteiligung stützen die Neuausrichtung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kapitalerhöhung auf 20 Milliarden Dollar
  • CEO investiert 10 Millionen Dollar
  • Nvidia hält Intel-Aktien im Wert von 30 Milliarden
  • Umsatzplus von 25 Prozent im Q2

Mit einer massiven Kapitalmaßnahme bereitet Intel den Boden für seine ambitionierte Neuausrichtung. Der Halbleiterhersteller hat sich durch ein aufgestocktes Aktienangebot frisches Kapital in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar gesichert.

Diese Mittel sind zweckgebunden für den Ausbau der eigenen Chip-Auftragsfertigung, dem sogenannten Foundry-Geschäft. Damit untermauert das Unternehmen seine Strategie, künftig verstärkt als Produzent für externe Chip-Designer aufzutreten.

Milliarden-Kapitalerhöhung für den Foundry-Ausbau

Das ursprüngliche Ziel der Kapitalerhöhung lag bei 15 Milliarden US-Dollar, wurde jedoch aufgrund der hohen Nachfrage auf 20 Milliarden US-Dollar angehoben. Die neuen Anteile wurden am Dienstag zu einem Preis von 95 US-Dollar ausgegeben, was einem geringen Abschlag von 2,6 Prozent entsprach.

Mit dem Erlös plant der Konzern, seine Produktionskapazitäten massiv zu erweitern. Allein für das laufende Jahr wurden die geplanten Kapitalausgaben auf 20 Milliarden US-Dollar nach oben korrigiert.

Im deutschen Handel spiegelte sich die jüngste Volatilität wider. Am Freitag schloss das Papier bei 88,60 Euro. Trotz eines Tagesverlusts von 2,4 Prozent zeigt der langfristige Trend eine deutliche Erholung: Seit Jahresbeginn konnte der Wert um 182 Prozent zulegen. Dennoch bleibt Spielraum nach oben, da der Kurs aktuell 29 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch notiert.

Rückendeckung durch CEO und Nvidia

Ein deutliches Zeichen der Zuversicht kam in dieser Woche von der Unternehmensspitze. CEO Lip-Bu Tan investierte am Dienstag persönlich rund 10 Millionen US-Dollar in Intel-Aktien. Er erwarb 105.263 Anteile zum Emissionspreis von 95 US-Dollar.

Durch diesen Zukauf erhöhte sich sein privater Bestand auf über 1,3 Millionen Aktien. Solche Käufe aus dem engsten Führungskreis werden am Markt oft als Signal gewertet, dass das Management von der Unterbewertung der eigenen Strategie überzeugt ist.

Parallel dazu rückte eine prominente Beteiligung in den Fokus der Anleger. Aus offiziellen Berichten der US-Börsenaufsicht geht hervor, dass Nvidia zum Ende des zweiten Quartals Intel-Aktien im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar hielt. Damit stellt Intel die größte Position im Investmentportfolio des Grafikchip-Spezialisten dar.

Diese Verflechtung unterstreicht die strategische Bedeutung des Konzerns innerhalb der Halbleiter-Lieferkette, auch wenn beide Unternehmen in Teilbereichen konkurrieren.

Operative Fortschritte im KI-Sektor

Die Geschäftszahlen für das zweite Quartal untermauerten zuletzt den eingeschlagenen Wachstumspfad. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um rund 25 Prozent auf 16,13 Milliarden US-Dollar.

Besonders hervorzuheben ist, dass inzwischen etwa 60 Prozent der Erlöse aus Geschäftsbereichen stammen, die direkt mit Künstlicher Intelligenz verknüpft sind. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,42 US-Dollar zudem deutlich über den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 0,21 US-Dollar gerechnet hatten.

Technologisch setzt das Unternehmen große Hoffnungen in das künftige 14A-Fertigungsverfahren. Die Produktion soll im Jahr 2028 starten und hat mit Tesla bereits einen prominenten Kunden gewonnen. Zudem wurde die Kooperation mit Cadence erweitert, um das Design von Hochleistungschips für mobile Anwendungen zu optimieren.

Die Analysten der Bank of America bestätigten zuletzt ihre Kaufempfehlung und sehen Intel auf einem guten Weg, bis zum Ende des Jahrzehnts einen signifikanten Anteil am globalen Foundry-Markt zu erobern.

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