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Intel Aktie: 18A-Rentabilität erst 2026/2027

Intels Aktie verliert nach Zweifeln am 18A-Zeitplan und schwächerem Rechenzentrumsgeschäft gegenüber AMD an Wert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursverlust von fast zehn Prozent
  • Zweifel an 18A-Prozess-Rentabilität
  • AMD überholt Intel im Rechenzentrum
  • Quartalszahlen am 23. Juli erwartet

Fast zehn Prozent Kursverlust in sieben Tagen. Für eine Aktie, die seit Jahresbeginn fast das Dreifache zugelegt hat, ist das ein herber Dämpfer. Der Grund: Berichte über Verzögerungen bei Intels wichtigstem Fertigungsprozess 18A nähren Zweifel an der Wende des Chipkonzerns.

Die Aktie schloss am Donnerstag bei 98,36 Euro. Das liegt gut 21 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 124,58 Euro, das erst am 30. Juni erreicht wurde. Der Absturz vom Rekordniveau kam schnell und deutlich.

Der 18A-Prozess bleibt das Nadelöhr

Intel setzt seine gesamte Strategie auf 18A. Der Fertigungsprozess soll die technologische Führung zurückbringen und externe Foundry-Kunden anlocken. Genau darauf hatten Anleger im ersten Halbjahr gewettet, und genau das trieb die Rally.

Neue Berichte zeichnen nun ein anderes Bild. Profitable Ausbeuten bei 18A könnten demnach erst Ende 2026 oder sogar erst 2027 erreicht werden. Das widerspricht früheren Meldungen vom 3. Juli, wonach Intel die Wafer-zu-Wafer-Ausbeuteprobleme gelöst und eine Produktionskapazität von 30.000 Wafern pro Monat an zwei Standorten erreicht habe.

Zwischen technischer Machbarkeit und wirtschaftlicher Rentabilität liegt offenbar noch eine Lücke. Genau diese Lücke sorgt jetzt für Nervosität an den Märkten.

AMD zieht im Rechenzentrumsgeschäft vorbei

Zur Verunsicherung um 18A kommt ein weiterer Rückschlag. AMD hat im ersten Quartal 2026 erstmals mehr Umsatz im Rechenzentrumsgeschäft erzielt als Intel. AMD kam auf 5,8 Milliarden Dollar, Intel nur auf 5,1 Milliarden Dollar.

Noch schwerer wiegt der Marktanteilsverlust bei Server-CPUs. Intels Anteil fiel binnen eines Jahres von 72,8 auf 66,8 Prozent. Das Rechenzentrumsgeschäft gilt als besonders margenstark — ausgerechnet hier verliert Intel an Boden.

Die gesamte Halbleiterbranche kämpft derzeit ohnehin mit Gegenwind. Sorgen um überzogene KI-Bewertungen und schwächere Zahlen einzelner Wettbewerber drücken auf den ganzen Sektor.

Volatilität steigt, Richtung bleibt offen

Trotz des jüngsten Einbruchs bleibt die 30-Tage-Bilanz mit einem Plus von 5,85 Prozent positiv. Der Kurs notiert weiterhin fast 4 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 102,52 Euro. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 92,31 Prozent — ein deutliches Zeichen für die aktuelle Nervosität im Handel.

Der RSI von 44,4 zeigt aber: Weder überkauft noch überverkauft. Der Markt sucht noch nach einer klaren Richtung.

Am 23. Juli nach Börsenschluss legt Intel die Zahlen zum zweiten Quartal 2026 vor. Investoren werden vor allem auf konkrete Aussagen zum 18A-Zeitplan achten, auf Zusagen von Foundry-Kunden und auf die Entwicklung des Rechenzentrumsgeschäfts. Diese drei Punkte dürften darüber entscheiden, ob die Erholung vom Rekordtief bei 16,69 Euro im vergangenen August ihre Fortsetzung findet.

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