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Intel Aktie: 18A-Prozess konkurriert mit TSMC

Intel steht kurz vor einem Fertigungsdeal mit Apple. Die Aktie erreicht ein neues Jahreshoch, während Analysten die Rallye kritisch sehen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Intel soll Apple-Chips fertigen
  • Aktie steigt auf 52-Wochen-Hoch
  • Analysten bleiben skeptisch
  • Investoren-Termine im Mai und Juni

Ein Kursplus von 215 Prozent seit Jahresanfang markiert ein massives Comeback. Treiber dieser Rally ist ein möglicher Strategiewechsel in der Halbleiterindustrie: Intel steht laut übereinstimmenden Berichten vor einer Einigung, künftig Chips für Apple zu fertigen.

Strategischer Umbau im Foundry-Geschäft

Über ein Jahr liefen die Verhandlungen zwischen den beiden Tech-Giganten. Eine Vorabvereinbarung sieht nun vor, dass Intel Teile der Apple-Produktion übernimmt. Für das hauseigene Foundry-Geschäft wäre dies ein entscheidender Vertrauensbeweis. Bislang lässt Apple seine fortschrittlichsten Prozessoren primär beim Konkurrenten TSMC herstellen.

Apple strebt nach mehr Flexibilität in der Lieferkette, da der Boom bei KI-Chips die weltweiten Kapazitäten auslastet. Intel forciert derweil den Hochlauf seiner neuen Fabrik im US-Bundesstaat Arizona. Dort kommt der moderne 18A-Fertigungsprozess zum Einsatz, der direkt mit der 2-Nanometer-Technologie von TSMC konkurrieren soll. Branchenbeobachter halten es für möglich, dass Apple auf die nächste Generation 18A-P wartet. Diese könnte im kommenden Jahr die Massenproduktion erreichen.

Diskrepanz zwischen Kurs und Analysten

An der Börse lösten die Berichte massive Käufe aus. Die Intel-Aktie schoss am Freitag um gut 13 Prozent nach oben und schloss bei 105,94 Euro. Damit markierte das Papier exakt sein neues 52-Wochen-Hoch.

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Analysten betrachten diese Preisentwicklung mit Skepsis. Der Konsens von 32 befragten Experten lautet lediglich auf „Halten“. Die durchschnittlichen Kursziele bewegen sich im Bereich von 65 bis 80 US-Dollar und liegen damit deutlich unter dem aktuellen Niveau. Hohe Bewertungsmultiplikatoren im historischen Vergleich bremsen hier den Optimismus der Wall Street.

Management unter Beobachtung

Neue Details zur Strategie erwarten Investoren in den kommenden Wochen. Bereits am 13. Mai findet die jährliche Hauptversammlung statt. Wenige Tage später, am 19. Mai, stellt sich CEO Lip-Bu Tan auf einer Technologiekonferenz von J.P. Morgan den Fragen der Anleger.

Den Abschluss dieser Investoren-Termine bildet der Auftritt von Finanzchef David Zinsner am 2. Juni. Auf der BofA Global Technology Conference wird das Management darlegen müssen, wie sich die enormen Investitionen in den Fabrikausbau mittelfristig in der Bilanz niederschlagen.

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