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Intel: 25-Milliarden-Terafab-Deal mit Tesla

Intel veröffentlicht Q1-Zahlen 2026. Der Fokus liegt auf dem externen Foundry-Umsatz, der durch das Terafab-Projekt und den Rückkauf der irischen Fabrik neue Dynamik erhalten soll.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Terafab-Projekt als historischer Foundry-Auftrag
  • Rückkauf der irischen Fab 34 für 14,2 Mrd. Dollar
  • Niedrige Erwartungen an Umsatz und Gewinn
  • Externer Foundry-Umsatz als Schlüsselindikator

Intel nähert sich einem entscheidenden Moment. Nach einem Kursanstieg von rund 68 Prozent seit Jahresbeginn auf zuletzt 56,61 Euro veröffentlicht der Konzern heute nach US-Börsenschluss seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Die Frage ist nicht, ob Intel die niedrige Messlatte reißt — sondern ob das Foundry-Geschäft endlich Fahrt aufnimmt.

Terafab und Irland: Zwei Weichenstellungen

Der spektakulärste Schritt kam Anfang April. Intel tritt als primärer Fertigungspartner dem Terafab-Projekt bei — einem 25-Milliarden-Dollar-Joint-Venture von Tesla, SpaceX und xAI. Ziel ist ein KI-Rechenzentrum in Austin, Texas, mit einem Terawatt Rechenleistung pro Jahr. Die Produktion soll auf Intels 18A-Prozessknoten basieren. Genaue Finanzbedingungen und Zeitpläne sind bislang nicht öffentlich bestätigt.

Das ist historisch. Intels externe Foundry-Kunden brachten im gesamten Geschäftsjahr 2025 nur 307 Millionen Dollar Umsatz. Terafab wäre das größte externe Engagement in der Geschichte des Unternehmens.

Parallel dazu kauft Intel seinen irischen Fab 34 vollständig zurück. Den 49-Prozent-Anteil, den Apollo Global Management hielt, kostet das rund 14,2 Milliarden Dollar — finanziert aus Barmitteln und etwa 6,5 Milliarden Dollar neu aufgenommener Schulden. Fab 34 produziert Chips nach Intel 4 und Intel 3, darunter Core Ultra und Xeon 6. Der Rückkauf soll ab 2027 das Ergebnis je Aktie verbessern.

Zahlen: Niedrige Erwartungen, hohe Symbolik

Für Q1 erwartet der Bloomberg-Konsens einen Gewinn von 0,01 Dollar je Aktie bei 12,36 Milliarden Dollar Umsatz. Im Vorjahreszeitraum lagen beide Werte höher: 0,13 Dollar je Aktie und 12,67 Milliarden Dollar Umsatz. Die Latte liegt tief.

Intel hat sie in sechs aufeinanderfolgenden Quartalen beim Umsatz übersprungen. Im vierten Quartal 2025 übertraf der Konzern die EPS-Erwartungen um 87,5 Prozent bei einem Umsatz von 13,7 Milliarden Dollar.

Die eine Zahl, die zählt

Der entscheidende Wert am heutigen Abend ist der externe Foundry-Umsatz. Im vierten Quartal 2025 lag er bei 222 Millionen Dollar — der höchste Quartalswert bisher. Steigt er weiter, bestätigt das: Terafab und andere Aufträge werden zu echten Verträgen. Stagniert er, läuft der Kurs den Fundamentaldaten voraus.

RBC-Analyst Srini Pajjuri bleibt bei „Neutral“. Er erwartet zwar ein leichtes Übertreffen der Erwartungen durch starke Server-CPU-Nachfrage, warnt aber: Engpässe bei der Wafer-Versorgung begrenzen das kurzfristige Potenzial. Die Bewertung preise bereits viel Optimismus rund um Terafab und den 14A-Prozess ein. BNP rechnet für das Gesamtjahr 2026 mit einem Anstieg der Rechenzentrumsumsätze um 14 Prozent.

Der Optionsmarkt erwartet eine Kursbewegung von rund zehn Prozent in beide Richtungen. Analysten sehen echtes Umsatzwachstum erst ab 2027 bis 2028 — wenn Terafab produziert, die Ausbeute steigt und weitere Großkunden wie Google, Apple oder NVIDIA folgen könnten. Die heutige Guidance wird zeigen, wie weit Intel auf diesem Weg wirklich ist.

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Diskussion zu Intel

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.