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Intel: 114 Prozent in April — bestes Monat seit 55 Jahren

Intel übertrifft mit Gewinn von 29 Cent je Aktie alle Analystenerwartungen und treibt die Aktie auf ein 52-Wochen-Hoch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinn je Aktie weit über Prognosen
  • KI-Wandel treibt CPU-Nachfrage an
  • Umsatzprognose für Q2 überrascht positiv
  • Nettoverlust trotz operativer Erfolge

Ein Kursplus von 114 Prozent in einem einzigen Monat. Intel hat im April 2026 die stärkste Rallye seit dem Börsengang vor 55 Jahren aufs Parkett gelegt. Ein fulminanter Quartalsbericht zwingt die Wall Street dazu, ihre komplette Sichtweise auf den strauchelnden Chip-Riesen zu überdenken.

Der Auslöser für das Kursfeuerwerk waren die Zahlen zum ersten Quartal. Mit einem bereinigten Gewinn von 29 US-Cent je Aktie pulverisierte der Konzern die Analystenschätzungen von lediglich einem Cent. Der Umsatz übertraf mit 13,58 Milliarden US-Dollar ebenfalls klar die Erwartungen.

An der Börse honorierten Investoren diese Entwicklung sofort. Die Aktie schloss gestern auf einem 52-Wochen-Hoch von 80,11 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus für Anteilseigner damit auf beachtliche 138 Prozent.

Renaissance der Prozessoren

Hinter dem Aufschwung steckt ein fundamentaler Wandel in der KI-Infrastruktur. Sogenannte Agentic AI sorgt für eine massive Nachfrage nach klassischen Hauptprozessoren. Laut Intel-CEO Lip-Bu Tan lag das Verhältnis von CPUs zu Grafikchips in KI-Systemen früher bei eins zu acht. Inzwischen verschiebt sich diese Quote in Richtung eins zu vier.

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Das schlägt sich direkt in der Bilanz nieder. Die Rechenzentrumssparte verzeichnete ein Umsatzplus von 22 Prozent auf 5,1 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu rückt das Geschäft mit fortschrittlicher Chip-Verpackung in den Fokus. Finanzchef David Zinsner rechnet hier künftig mit Milliardenumsätzen pro Kunde. Prominente Namen wie Amazon, Cisco sowie neuerdings Tesla greifen bereits auf diese Dienstleistung zurück.

Analysten jubeln, Risiken bleiben

Für das laufende zweite Quartal legt das Management die Messlatte noch höher. Intel peilt Erlöse von bis zu 14,8 Milliarden US-Dollar an. Die Investmentbank Evercore ISI reagierte prompt auf die Prognose und verdoppelte ihr Kursziel auf 111 US-Dollar. Die Experten loben vor allem die sanierte Bilanz unter dem neuen CEO.

Trotz der Euphorie ist der Turnaround noch nicht abgeschlossen. Unter dem Strich verbuchte Intel nach US-GAAP-Standard einen ausgeweiteten Nettoverlust von 4,28 Milliarden US-Dollar. Steigende Kosten für Speicherchips und Wafer belasten die Margen spürbar. Hinzu kommen technische Hürden bei der neuen 18A-Fertigungstechnologie, wo Defekte zuletzt die Ausbeute an nutzbaren Chips drückten. Die konzerneigene Fertigungssparte wird voraussichtlich erst 2027 die Gewinnschwelle erreichen.

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