Innodata rechnet nach dem Ende eines Großkundenprogramms mit einer vorübergehenden Umsatzlücke. Nach einem gestern veröffentlichten Medienbericht erwartet das Management dadurch einen Umsatzausfall von rund 12 Millionen $. Ersatzprogramme sollen nach Einschätzung des Managements im ersten Quartal 2027 anlaufen.
Großkunde beendete eines seiner Programme
Der größte Kunde hatte nach Darstellung des Managements Mitte Oktober eines seiner Programme beendet. Die erwartete Belastung betrifft das Schlussquartal; der Start der Ersatzprogramme bleibt eine Erwartung des Unternehmens.
Innodata hatte bei der Veröffentlichung seiner Quartalsergebnisse bereits auf das auslaufende Kundenprogramm und den erwarteten Ersatz hingewiesen. Im Zusammenhang mit diesen Ergebnissen sank die Aktie gestern um 4,8%. Einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Tagesbewegung und einer einzelnen Unternehmensangabe nennt Innodata nicht.
Für das Gesamtjahr 2026 hatte das Unternehmen seine Prognose für das Umsatzwachstum dennoch auf etwa 42% oder mehr angehoben. Zuvor hatte die Untergrenze bei etwa 40% gelegen.
Wachstum mit höheren direkten Kosten
Den Hintergrund bildet ein Rekordumsatz von 95,6 Millionen $ im dritten Quartal 2026. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach das einem Wachstum von 53%.
Die bei der SEC eingereichte Quartalsmitteilung weist zugleich eine bereinigte Bruttomarge von 40% aus. Ein Jahr zuvor hatte sie 44% betragen. Höhere direkte operative Kosten zehrten laut Pflichtmitteilung einen Teil des Umsatzwachstums auf.
Aus der Pflichtmitteilung geht außerdem hervor, dass Innodata während des Quartals keine Aktien über seine ATM-Vereinbarung verkaufte.
Eine separate Beteiligungsmeldung von Vanguard Capital Management LLC weist einen Anteil von 5% an Innodata aus. Gemeldet wurden rund 1,7 Millionen Aktien.
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