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Symbolbild, KI-generiert

Infineon: Gewinn um 135 Prozent erwartet

Infineon erwartet vor Quartalsbericht einen deutlichen Gewinnanstieg, getrieben vom KI-Geschäft. Die Aktie notiert nahe ihrem Zehnjahreshoch, während technische Indikatoren auf Überhitzung hindeuten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analysten erwarten Gewinnplus von rund 135 Prozent
  • KI-Stromversorgung wird zum zentralen Wachstumstreiber
  • Aktie notiert nahe Zehnjahreshoch nach starker Rallye
  • Technische Indikatoren signalisieren kurzfristige Überdehnung

Der 5. Mai rückt näher — und mit ihm ein Quartalsbericht, der für Infineon zum Stimmungstest wird. Die Analysten sind optimistisch. Sehr optimistisch.

Elf Häuser haben ihre Schätzungen für das zweite Fiskalquartal konsolidiert. Das Ergebnis je Aktie soll auf 0,45 USD klettern. Im Vorjahr waren es 0,19 USD. Das wäre ein Zuwachs von rund 135 Prozent.

Umsatz zieht an, KI gibt den Takt vor

Beim Umsatz rechnen Analysten mit 4,48 Milliarden USD — ein Plus von gut 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2026 peilen sie rund 18,5 Milliarden USD an.

Treiber hinter diesen Zahlen ist das KI-Geschäft. Infineon hat sein Investitionsbudget für das laufende Jahr von 2,2 auf 2,7 Milliarden Euro angehoben. Das Geld fließt in Kapazitäten für Leistungshalbleiter, die Rechenzentren mit Strom versorgen. Im Segment KI-Stromversorgung plant das Unternehmen für 2026 mit rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz — bis 2027 soll dieser Wert auf 2,5 Milliarden Euro steigen.

Das ist kein Zufall. Die klassischen Segmente Automobil und Industrie schwächeln derzeit. Das KI-Geschäft federt diesen Gegenwind ab.

Kurs nahe Zehnjahreshoch, RSI sendet Warnsignal

An der Börse ist die Stimmung bereits eingepreist. Die Aktie schloss zuletzt bei 48,11 Euro — knapp unter dem früheren Zehnjahreshoch von 48,30 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 26 Prozent zugelegt, über zwölf Monate sogar fast 80 Prozent.

Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 28 Prozent. Das zeigt technische Stärke — aber auch, wie weit der Kurs bereits vorausgelaufen ist. Der RSI fiel zuletzt auf 15,4, was auf eine kurzfristige Überdehnung nach unten hindeutet und technisch ungewöhnlich ist nach einer solchen Rallye.

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei rund 50 Euro. Für die Dividende kursieren Schätzungen von bis zu 0,39 Euro je Aktie für das kommende Jahr, nach 0,35 Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Am 5. Mai wird der Vorstand zeigen, ob die Zahlen die hohen Erwartungen einlösen — und ob der Ausblick für die zweite Jahreshälfte den eingepreisten Optimismus rechtfertigt.

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