Susquehanna hat das Kursziel für Infineon am 21. Oktober von 100 EUR auf 85 EUR gesenkt. Medienberichten zufolge behielt das Analysehaus dabei die Einstufung „Positive“ bei. Die niedrigere Zielmarke ging damit nicht mit einer Änderung des Anlageurteils einher.
Eine weitere Veränderung betrifft die von The Goldman Sachs Group gemeldete Gesamtposition an Infineon. Das Unternehmen meldete für den 20. Oktober das Erreichen einer Schwelle und eine Gesamtposition von 4,81 %. Zuvor hatte diese bei 5,36 % gelegen.
Investitionsplan als Unternehmenskontext
Infineon hat den Ausbau der GaN-Fertigung in Villach angekündigt. Nach Unternehmensangaben umfasst das Vorhaben eine Investition von rund 1,1 Milliarden Euro. Die Aktie stieg gestern um 2,9 % und schloss bei 52,30 €.
Die Investition in den Standort soll sich bis 2034 erstrecken. Infineon will dort Europas erste Hochvolumenfertigung für GaN-Leistungshalbleiter aufbauen; vorgesehen ist die Fertigung auf 300-Millimeter-Wafern.
Für den Produktionsstart nennt Infineon Ende 2027 als geplanten Zeitpunkt. Der angekündigte Aufbau der Fertigung ist damit ein Vorhaben mit einem über mehrere Jahre reichenden Investitionshorizont, nicht eine bereits gestartete Produktion.
Zusammenarbeit und nächster Berichtstermin
Zum Unternehmenskontext gehört außerdem die vor gut einer Woche ausgebaute Zusammenarbeit mit NVIDIA. Nach Angaben von Infineon betrifft sie GaN-basierte Stromwandlungssysteme für KI-Rechenzentren. Die Partner richten die Zusammenarbeit auf Gleichstromarchitekturen mit 800 V aus.
Damit betreffen die Kooperation und das angekündigte Fertigungsvorhaben beide GaN-Technologie: Die Zusammenarbeit adressiert deren Einsatz in Stromwandlungssystemen, während der Plan für Villach auf den Aufbau einer Hochvolumenfertigung zielt.
Als nächsten Termin für die Veröffentlichung der Quartalszahlen hat Infineon den 10. November 2026 angekündigt.
Stand heute, 28. Oktober: Infineon – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Infineon investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 28. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
