Infineon veröffentlicht am 10. November die Ergebnisse für das Schlussquartal und das Geschäftsjahr 2026. Die Veröffentlichung ist nach Unternehmensangaben vorläufig für 7:30 CET angesetzt. Der Termin folgt auf einen breiten Abverkauf von Technologie- und Chipaktien, der auch Infineon erfasste.
KI-Sorgen belasten das Börsenumfeld
Medienberichten zufolge lösten nach den US-Zwischenwahlen Sorgen um den weiteren Ausbau von KI-Rechenzentren den jüngsten Kursrutsch aus. Anleger befürchteten, neue politische Mehrheiten könnten diesen Ausbau bremsen.
Am Freitag setzte eine sektorweite Gegenbewegung ein, ohne dass eine neue Infineon-Unternehmensmeldung den Anstoß gab. Die Aktie stieg um 1,8% auf 45,85 €.
JPMorgan bestätigte am Mittwoch die Einstufung „Overweight“ und das Kursziel von 96 Euro. Das Analysehaus änderte damit weder sein Urteil noch die Zielmarke.
Ausbau in Villach langfristig angelegt
Am 27. Oktober kündigte Infineon für den Standort Villach Investitionen von rund 1,1 Milliarden Euro bis 2034 an. Geplant ist eine Hochvolumenfertigung von GaN-Leistungshalbleitern auf 300-mm-Wafern.
Der Produktionsstart ist für Ende 2027 vorgesehen. Die Europäische Kommission genehmigte dafür Fördermittel von 319 Millionen Euro im Rahmen des European Chips Act.
Nach einem Bericht der APA erwartet Infineon durch die Investition unmittelbar keine neu geschaffenen Arbeitsplätze. Vielmehr soll das Vorhaben bestehende Arbeitsplätze sichern.
Für KI-Rechenzentren kündigte Infineon zudem am 26. Oktober die Lieferung monolithischer bidirektionaler 900-V-GaN-Schalter an Enphase Energy an. Enphase will die Bauteile in Solid-State-Transformer-Leistungsmodulen einsetzen.
Ein weiterer bestätigter Termin ist die Messe electronica in München. Infineon wird dort vom 10. bis 13. November vertreten sein.
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