Infineon hat heute die Mikrocontrollerplattform AURIX RC1 vorgestellt und setzt damit erstmals bei einem eigenen Mikrocontroller auf den offenen Standard RISC-V. Muster der neuen Plattform sind nach Unternehmensangaben für das erste Halbjahr 2027 geplant.
Neue Architektur für Fahrzeugsteuerung und KI
Die Plattform richtet sich an die Echtzeitsteuerung in softwaredefinierten Fahrzeugen sowie an Anwendungen der physischen künstlichen Intelligenz. Nach Angaben von Infineon soll sie von klassischen Mikrocontrollern bis zu hybriden Bausteinen aus Mikrocontroller und Mikroprozessor skalieren.
Auf der electronica in München will Infineon die AURIX-RC1-Familie als Konzept präsentieren. Die Messe findet vom 10. bis 13. November statt. Damit steht die Konzeptpräsentation vor dem geplanten Zeitraum für die Bereitstellung von Mustern.
Investitionen in Fertigung und Entwicklung
Am 27. Oktober kündigte Infineon außerdem an, bis 2034 rund 1,1 Milliarden Euro am Standort Villach zu investieren. Dort soll nach Unternehmensangaben die weltweit erste Hochvolumenfertigung für GaN-Leistungshalbleiter auf 300-Millimeter-Wafern entstehen.
Den Produktionsstart sieht Infineon für Ende 2027 vor. Für das Vorhaben nennt das Unternehmen eine Förderung von 319 Millionen Euro im Rahmen des Europäischen Chips Acts.
Auch am Standort Warstein meldete Infineon einen Ausbau: Am 28. Oktober eröffnete das Unternehmen ein Büro- und Laborgebäude mit rund 1.200 Quadratmetern Laborfläche. Rund 350 Mitarbeitende sollen dort einziehen.
GARBE Institutional Capital und BC Partners Real Estate investierten laut der Unternehmensmitteilung einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in das Gebäude.
Für Anleger folgt am 10. November der nächste Finanztermin: Infineon veröffentlicht die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025/26 und den Ausblick für 2026/27.
Stand heute, 4. November: Infineon – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Infineon investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 4. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
