Nur vier Cent trennen die Infineon-Aktie von einem wichtigen Kaufsignal. Am Freitag schloss das Papier bei 62,08 Euro. Der gleitende 100-Tage-Durchschnitt verläuft bei 62,12 Euro. Die kommende Woche bringt für den Halbleiterkonzern zwei Belastungsproben: globale Konjunkturdaten am Montag und den Quartalsbericht am Mittwoch.
Chartsignal in Reichweite
Der Kurssprung von 3,64 Prozent am Freitag brachte die Aktie nah an die 100-Tage-Linie. Diese Marke gilt jetzt als Scharnier für den kurzfristigen Trend. In den vergangenen 30 Tagen hatte das Papier gut 21 Prozent verloren. Ein Ausbruch nach oben könnte die Erholung Richtung 50-Tage-Durchschnitt bei 74,53 Euro tragen. Scheitert die Aktie an der Hürde, bleibt der 200-Tage-Durchschnitt bei 50,60 Euro die nächste Auffanglinie.
Der Relative-Stärke-Index steht bei 42,5 Punkten, ein neutraler Wert mit Raum für Bewegung in beide Richtungen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie 64,54 Prozent gewonnen. Trotz der jüngsten Korrektur zählt sie damit weiter zu den stärksten Werten im DAX.
Konjunkturdaten und China-Nachfrage vor dem Bericht
Bevor Infineon eigene Zahlen vorlegt, bestimmen globale Konjunkturdaten die Stimmung. Am Montag, den 3. August, veröffentlichen Deutschland, die USA und China ihre Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe.
Infineon hängt stark von der Industrienachfrage und vom chinesischen Absatzmarkt ab. Schwächere Signale aus der globalen Industrieproduktion könnten die Erwartungen an den Halbleitersektor dämpfen. Das würde den Ausbruch über die 100-Tage-Linie zusätzlich erschweren.
Zuletzt hatten positive Nachrichten von US-Wettbewerbern und von Samsung den Sektor gestützt. Die fundamentale Bestätigung durch die Industriekonjunktur fehlt bislang aber noch.
Quartalsbericht am Mittwoch im Fokus
Das wichtigste Ereignis der Woche folgt am Mittwoch, den 5. August. Infineon legt dann die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vor. Analysten richten den Blick vor allem auf die operative Marge und die Auslastung neuer Kapazitäten.
Im Zentrum stehen drei Punkte:
- Segmentmarge: Ob die Preismacht bei Leistungshalbleitern hohe Investitionen wie das neue Werk in Dresden deckt.
- Auftragsbestand: Hinweise auf eine Bodenbildung im Industriesegment und Wachstum bei Komponenten für KI-Infrastruktur.
- Prognose: Ob der Vorstand den im Mai angehobenen Jahresausblick bestätigt.
Hält der Kurs die Marke von 62,12 Euro, bestätigt sich das Kaufsignal. Die Erholung könnte dann Richtung 50-Tage-Durchschnitt bei 74,53 Euro weiterlaufen. Rutscht die Aktie unter diese Marke, rückt der 200-Tage-Durchschnitt bei 50,60 Euro als nächste Unterstützung in den Fokus.
Infineon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Infineon-Analyse vom 2. August liefert die Antwort:
Die neusten Infineon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Infineon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Infineon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
