Der KI-Boom hat eine neue Bestätigung erhalten, und Infineon positioniert sich als direkter Profiteur. Nach überzeugenden Zahlen des Branchenprimus TSMC rückt der deutsche Chiphersteller wieder in den Fokus der Anleger. Die Kombination aus fundamentalem Rückenwind und neuen Analystenzielen bringt nun eine entscheidende charttechnische Marke in greifbare Nähe.
Hier sind die Fakten der Woche:
- Sektor-Impuls: TSMC meldet 35 % Gewinnanstieg und prognostiziert massives Wachstum für 2026.
- Analysten-Votum: Jefferies erhöht das Kursziel auf 52 Euro.
- Strategie: Neue Partnerschaft zur Fachkräftesicherung in Indien besiegelt.
- Performance: Rund 19 % Plus in den letzten 30 Tagen.
TSMC liefert den Beweis
Der wichtigste Impuls für die laufende Bewegung stammt aus Taiwan. Der weltgrößte Auftragsfertiger TSMC legte am Donnerstag Zahlen vor, die Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Trends zerstreuten. Mit einer Umsatzprognose von rund 30 Prozent Wachstum für das laufende Jahr bestätigte der Konzern den „Superzyklus“.
Für Infineon ist dies mehr als nur ein allgemeines Stimmungsbarometer. Der DAX-Konzern gilt zunehmend als wichtiger Zulieferer für die Infrastruktur hinter der Künstlichen Intelligenz. Während Unternehmen wie Nvidia die Rechenleistung liefern, stellt Infineon die notwendige Leistungselektronik bereit, um den enormen Energiehunger moderner Rechenzentren effizient zu steuern. Marktbeobachter sehen darin eine klassische „Schaufel-Verkäufer“-Situation im Goldrausch.
Analysten sehen Luft nach oben
Diese fundamentale Stärke spiegelt sich auch in den Bewertungen der Experten wider. Bereits am Dienstag reagierte das Analysehaus Jefferies und schraubte das Kursziel für die Infineon-Papiere auf 52 Euro nach oben. Die Begründung stützt sich auf zwei Säulen: die starke Positionierung bei der Energieversorgung von KI-Servern und eine erwartete Erholung im Automobilsektor.
Die Aktie notiert aktuell bei 41,89 Euro und hat damit den Abstand zum von Jefferies ausgegebenen Ziel noch nicht geschlossen. Der jüngste Lauf, der den Kurs innerhalb eines Monats um über 19 Prozent nach oben trieb, wird durch diese Einschätzung untermauert.
Strategische Weichenstellung in Indien
Neben den Kursimpulsen arbeitete das Management in dieser Woche an der langfristigen Aufstellung. Im Kontext des Indien-Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz unterzeichnete Infineon eine Kooperation mit dem National Institute of Electronics and Information Technology (NIELIT). Ziel ist der Zugriff auf den dortigen Talentpool für Software- und Chip-Design.
Gleichzeitig sorgte das Unternehmen für Klarheit bezüglich seiner Standortpolitik: Gerüchte über eine neue Fabrik wurden dementiert. Stattdessen liegt der Fokus auf dem neuen „SILANE“-Campus in Bengaluru, der im Herbst 2026 fertiggestellt werden soll und als zentraler Hub für Forschung und Entwicklung dient.
Blick auf den Widerstand
Die charttechnische Situation spitzt sich nun zu. Mit dem aktuellen Niveau nähert sich die Aktie ihrem 52-Wochen-Hoch von 42,53 Euro an. Ein nachhaltiger Ausbruch über den Widerstandsbereich bei 42 Euro würde – gestützt durch das positive Sentiment der TSMC-Zahlen – den Weg in Richtung des Jefferies-Kursziels ebnen. Anleger sollten diese Marke in den kommenden Tagen genau beobachten, da ein Bruch dieses Levels oft neue Dynamik freisetzt.
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