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Symbolbild, KI-generiert

Infineon Aktie: Snapdragon-Rückenwind?

Ein Tagesplus folgte auf Intels schwachen Quartalsausblick; zugleich erhielt Infineons Villacher Anlage eine Förderzusage über 319 Millionen Euro.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Intel-Ausblick belastete europäische Chipwerte
  • Infineon und Qualcomm entwickeln Fahrzeugtechnik
  • EU bewilligte 319 Millionen Euro für Villach
  • Warsteiner Büro- und Laborgebäude eröffnet

Der schwache Ausblick von Intel für das vierte Quartal 2026 hat am Freitag europäische Chipwerte belastet. Infineon gehörte Medienberichten zufolge zu den schwächsten DAX-Werten. Der berichtete Auslöser des Rückgangs lag damit bei Intel, nicht bei einer neuen Analystenaktion zu Infineon.

Technologievereinbarung gibt Rückenwind

Die Technologievereinbarung mit Qualcomm Technologies gab der Infineon-Aktie Medienberichten zufolge dagegen Rückenwind. Die Unternehmen vereinbarten die gemeinsame Entwicklung eines mikrocontrollerbasierten Subsystems für Snapdragon-Ride-Referenzplattformen in softwaredefinierten Fahrzeugen.

Infineons Design soll die Plattform für Fahrzeugcomputer ergänzen; als Einsatzfelder nennt das Unternehmen Hochleistungsrechnen und fahrzeuginterne künstliche Intelligenz.

Gestern stieg die Aktie um 0,2% und schloss bei 50,95 €. Damit stand nach der Belastung durch Intels Ausblick wieder ein Tagesgewinn.

Förderung und Ausbau der Standorte

Am Donnerstag genehmigte die Europäische Kommission Österreich eine staatliche Beihilfe von 319 Millionen Euro. Sie dient der Modernisierung der Halbleiteranlage von Infineon Technologies Austria in Villach.

Infineon hatte vor gut einer Woche angekündigt, dort bis 2034 rund 1,1 Milliarden Euro zu investieren. Geplant ist eine Hochvolumenfertigung von GaN-Leistungshalbleitern auf 300-Millimeter-Wafern. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Europäischen Chips Acts.

Am 28. Oktober eröffnete Infineon außerdem ein neues Büro-, Entwicklungs- und Laborgebäude in Warstein. Rund 350 Mitarbeitende sollen dort einziehen. Nach Unternehmensangaben sind rund 1.200 Quadratmeter Laborflächen vorgesehen.

Am 22. Oktober startete Infineon gemeinsam mit UnternehmerTUM Accelerator, Microsoft und NVIDIA das Physical AI Growth Lab. Das eigenkapitalfreie Accelerator-Programm richtet sich an Start-ups aus Physical AI, Robotik und industrieller KI. Es soll von Januar bis April 2027 laufen.

Am 10. November veröffentlicht Infineon die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026.

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