Infineon hat am Mittwoch die AURIX-RC1-Mikrocontrollerplattform vorgestellt. Nach Unternehmensangaben ist es die erste MCU-Plattform des Unternehmens auf Basis der offenen RISC-V-Befehlssatzarchitektur. Muster sind für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen. Damit liegt zwischen der Vorstellung der Plattform und den geplanten Mustern noch ein Entwicklungsschritt.
Mikrocontroller auch im Fokus der Qualcomm-Kooperation
Bereits am Montag vereinbarte Infineon eine Zusammenarbeit mit Qualcomm Technologies. Gegenstand ist ein Infineon-Mikrocontroller-Subsystem für Qualcomms Snapdragon-Ride-Referenzplattformen für Fahrzeugcomputer. Die Vereinbarung betrifft damit einen anderen Anwendungsbereich als die ebenfalls diese Woche vorgestellten Produkte für Rechenzentren und Kommunikationsinfrastruktur.
Für diese Märkte brachte Infineon am Dienstag die OptiMOS-7-40-V-MOSFET-Produktfamilie auf den Markt. Nach Angaben des Unternehmens richtet sich das Angebot an KI-Server, Rechenzentren und Telekommunikationsinfrastruktur.
Rechenzentren zwischen Kooperationen und Börsensorgen
Bei der Stromversorgung von KI-Rechenzentren unterzeichneten Infineon und SOLUM gestern eine Absichtserklärung. Die Unternehmen wollen ihre Zusammenarbeit bei Hochvolt-Gleichstromlösungen vertiefen. Es handelt sich dabei um eine Absichtserklärung zur weiteren Zusammenarbeit.
Vertiv schloss am Mittwoch mit Infineon eine dreijährige strategische Vereinbarung zur Versorgung mit Silizium- und Siliziumkarbid-Leistungshalbleitern. Sie umfasst auch den Einsatz in 800-VDC-Stromversorgungssystemen.
An der Börse standen unterdessen Sorgen um den Ausbau von KI-Rechenzentren im Vordergrund. dpa-AFX führte den branchenweiten Druck nach dem Wahlerfolg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen auf diese Bedenken zurück. Infineon stabilisierte sich heute nach dem starken Rückgang vom Vortag. Die Aktie steigt heute um 1,9%.
Am 10. November veröffentlicht Infineon die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2026 und das vierte Quartal.
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