Startseite » Aktien » Infineon Aktie: Moore4Power mit 62 Partnern gestartet

Infineon Aktie: Moore4Power mit 62 Partnern gestartet

Infineon überwindet die 70-Euro-Marke dank KI-Boom und starkem Wachstum im Bereich Leistungselektronik.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie schließt bei 73,14 Euro
  • KI-Rechenzentren treiben Nachfrage
  • Umsatzprognose für 2026 angehoben
  • Forschungsprojekt Moore4Power gestartet

Erstmals seit dem Jahr 2000 hat die Infineon-Aktie die Marke von 70 Euro übersprungen. Am Freitag schloss der DAX-Wert bei 73,14 Euro — ein Plus von 5,65 Prozent an einem einzigen Tag. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs fast verdoppelt: plus 91 Prozent.

KI-Rechenzentren als Haupttreiber

Der Kursschub war Teil einer breiteren Halbleiter-Rally in Europa. Der STOXX 600 stieg am Freitag um 0,73 Prozent und verbuchte den größten Wochengewinn seit sieben Wochen. Infineon war dabei der stärkste Wert im DAX.

Den Grundstein legte die Zahlenvorlage vom 6. Mai. Infineon meldete für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 3,812 Milliarden Euro und eine Segmentergebnismarge von 17,1 Prozent. Für das dritte Quartal stellt das Unternehmen rund 4,1 Milliarden Euro Umsatz in Aussicht. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Infineon nun einen deutlichen Umsatzanstieg — zuvor hatte der Konzern nur einen moderaten kommuniziert.

Das Herzstück der Wachstumsstory ist Leistungselektronik für KI-Rechenzentren. Der Bereich Power & Sensor Systems soll 2026 schneller wachsen als der Konzern insgesamt. Im Geschäftsjahr 2026 peilt Infineon dort rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz an, 2027 sollen es rund 2,5 Milliarden Euro sein. Um das zu erreichen, plant das Unternehmen Investitionen von rund 2,7 Milliarden Euro — unter anderem für den Produktionshochlauf in Dresden.

Leistungselektronik: Zweites Standbein wächst

Infineon ist nicht nur ein KI-Chip-Profiteur. Am 20. Mai startete das Unternehmen das europäische Forschungsprojekt Moore4Power. 62 Partner aus 15 europäischen Ländern arbeiten daran, Leistungselektronik für erneuerbare Energien, E-Mobilität und Industrie effizienter zu machen. Infineon führt das Projekt.

Das macht den Investmentcase breiter. Die Rally hängt nicht allein am KI-Hype, sondern auch am wachsenden Strombedarf industrieller Infrastruktur. Kein schlechtes Fundament.

Chartbild und nächste Termine

Charttechnisch ist die 70-Euro-Marke nun die zentrale Unterstützung. Das Tageshoch vom Freitag lag bei 73,83 Euro, der vorherige Schlusskurs bei 68,00 Euro. Der 12-Monats-Gewinn beträgt mittlerweile über 110 Prozent — der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 40,34 Euro und damit weit unter dem aktuellen Kurs.

Investoren bekommen in den nächsten Wochen mehrere Gelegenheiten, das Management zu hören. Am 27. Mai folgt die DB Access Championship Conference in Frankfurt, Anfang Juni die BofA Global Tech Conference in San Francisco. Die nächsten Quartalszahlen veröffentlicht Infineon voraussichtlich am 5. August 2026.

Anzeige

Infineon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Infineon-Analyse vom 22. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Infineon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Infineon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Infineon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Infineon

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.