Die Infineon-Aktie legt am Montagmittag auf 41,90 Euro zu. Der Auslöser: Jefferies-Analyst Janardan Menon bekräftigt nach einem Treffen mit dem Vorstandschef seine Kaufempfehlung und sieht Potenzial bis 48 Euro. Der Grund für den Optimismus liegt im KI-Geschäft des Halbleiterkonzerns, das sich dynamischer entwickelt als erwartet.
KI-Umsatzziel könnte übertroffen werden
Nach dem Austausch mit dem Management zeigt sich Jefferies überzeugt: Infineon könnte sein selbst gestecktes Umsatzziel von 1,5 Milliarden Euro im KI-Bereich für das laufende Geschäftsjahr übertreffen. Das Segment entwickelt sich laut Analyst schneller als noch vor wenigen Monaten angenommen – eine wichtige Nachricht für eine Aktie, die bislang primär als Automobil-Chip-Spezialist wahrgenommen wird.
Die Bewertungsfantasie speist sich dabei aus zwei Quellen: Zum einen profitiert Infineon von der Elektrifizierung des Autos, zum anderen vom Ausbau der globalen Rechenzentrums-Infrastruktur durch Power-Management-Chips. Das Branchenumfeld unterstützt diese Doppelstrategie: Die Semiconductor Industry Association meldete für November 2025 globale Rekordumsätze von 75,3 Milliarden Dollar – ein Plus von 29,8 Prozent zum Vorjahr.
Automotive-Stärke als zweites Standbein
Ergänzt wird das KI-Momentum durch operative Fortschritte im Kerngeschäft. Auf der CES in Las Vegas unterzeichnete Infineon vergangene Woche eine Absichtserklärung mit dem koreanischen Partner HL Klemove. Gemeinsam wollen beide Unternehmen Zonensteuergeräte und Radarsysteme für das „Software-Defined Vehicle“ entwickeln – ein Beleg für die technologische Führerschaft in einem zukunftsträchtigen Markt.
Entscheidende Termine stehen bevor
Am 15. Januar veröffentlicht TSMC Quartalszahlen. Die Daten des weltgrößten Auftragsfertigers gelten als Gradmesser für die globale Chip-Nachfrage und dürften auch die Stimmung für Infineon beeinflussen. Noch wichtiger wird der 4. Februar: Dann legt Infineon selbst Zahlen vor. Anleger werden prüfen, ob sich der KI-Optimismus bereits in den Auftragsbeständen widerspiegelt. Charttechnisch gilt es nun, die Marke von 42 Euro nachhaltig zu überwinden, um das Jefferies-Kursziel in Reichweite zu bringen.
Stand heute, 19. Oktober: Infineon – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Infineon investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 19. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
