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Infineon Aktie: KI-Fantasie zündet

Jefferies-Analyst bekräftigt Kaufempfehlung für Infineon, da sich das KI-Geschäft schneller entwickelt als erwartet und das Umsatzziel übertroffen werden könnte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kaufempfehlung mit Kursziel von 48 Euro
  • KI-Umsatzziel könnte übertroffen werden
  • Starkes Doppel aus KI und Automobilgeschäft
  • Wichtige Quartalszahlen von Infineon im Februar

Die Infineon-Aktie legt am Montagmittag auf 41,90 Euro zu. Der Auslöser: Jefferies-Analyst Janardan Menon bekräftigt nach einem Treffen mit dem Vorstandschef seine Kaufempfehlung und sieht Potenzial bis 48 Euro. Der Grund für den Optimismus liegt im KI-Geschäft des Halbleiterkonzerns, das sich dynamischer entwickelt als erwartet.

KI-Umsatzziel könnte übertroffen werden

Nach dem Austausch mit dem Management zeigt sich Jefferies überzeugt: Infineon könnte sein selbst gestecktes Umsatzziel von 1,5 Milliarden Euro im KI-Bereich für das laufende Geschäftsjahr übertreffen. Das Segment entwickelt sich laut Analyst schneller als noch vor wenigen Monaten angenommen – eine wichtige Nachricht für eine Aktie, die bislang primär als Automobil-Chip-Spezialist wahrgenommen wird.

Die Bewertungsfantasie speist sich dabei aus zwei Quellen: Zum einen profitiert Infineon von der Elektrifizierung des Autos, zum anderen vom Ausbau der globalen Rechenzentrums-Infrastruktur durch Power-Management-Chips. Das Branchenumfeld unterstützt diese Doppelstrategie: Die Semiconductor Industry Association meldete für November 2025 globale Rekordumsätze von 75,3 Milliarden Dollar – ein Plus von 29,8 Prozent zum Vorjahr.

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Automotive-Stärke als zweites Standbein

Ergänzt wird das KI-Momentum durch operative Fortschritte im Kerngeschäft. Auf der CES in Las Vegas unterzeichnete Infineon vergangene Woche eine Absichtserklärung mit dem koreanischen Partner HL Klemove. Gemeinsam wollen beide Unternehmen Zonensteuergeräte und Radarsysteme für das „Software-Defined Vehicle“ entwickeln – ein Beleg für die technologische Führerschaft in einem zukunftsträchtigen Markt.

Entscheidende Termine stehen bevor

Am 15. Januar veröffentlicht TSMC Quartalszahlen. Die Daten des weltgrößten Auftragsfertigers gelten als Gradmesser für die globale Chip-Nachfrage und dürften auch die Stimmung für Infineon beeinflussen. Noch wichtiger wird der 4. Februar: Dann legt Infineon selbst Zahlen vor. Anleger werden prüfen, ob sich der KI-Optimismus bereits in den Auftragsbeständen widerspiegelt. Charttechnisch gilt es nun, die Marke von 42 Euro nachhaltig zu überwinden, um das Jefferies-Kursziel in Reichweite zu bringen.

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