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Infineon Aktie: Jefferies hebt Kursziel auf 96 Euro

Infineon erreicht neues 52-Wochen-Hoch dank optimistischer Prognosen von STMicroelectronics und einer Kurszielerhöhung durch Jefferies.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neues 52-Wochen-Hoch erreicht
  • STM verdoppelt Umsatzprognose für KI-Server
  • Jefferies erhöht Kursziel auf 96 Euro
  • Patentsieg stärkt GaN-Technologie-Position

Ein Konkurrent liefert die Steilvorlage, ein Analyst zieht das Kursziel kräftig nach oben — und Infineon springt auf ein neues Jahreshoch. Der Münchener Halbleiterhersteller profitiert heute von einem seltenen Zusammentreffen positiver Signale.

STMicroelectronics zündet den Funken

Der eigentliche Auslöser kommt von einem Branchennachbarn. STMicroelectronics hat seine Umsatzprognose für das Rechenzentrumsgeschäft verdoppelt: Statt 500 Millionen US-Dollar erwartet das Unternehmen nun rund eine Milliarde Dollar in diesem Segment. Investoren lesen das als klares Signal, dass die Nachfrage nach Leistungshalbleitern für KI-Server schneller wächst als bisher kalkuliert.

Infineon gilt bei der hocheffizienten Stromwandlung direkt am Server-Rack als technologisch führend. Die STM-Zahlen bestätigen genau das Marktsegment, in dem Infineon seine stärkste Position hat — kein Wunder, dass der Kurs reagiert.

Jefferies hebt Kursziel auf 96 Euro

Jefferies hat das Kursziel am Morgen von 75 auf 96 Euro angehoben und die Einstufung „Buy“ bestätigt. Die Begründung: wachsende Nachfrage im Power-Management und steigende Kapazitäten für das Geschäftsjahr 2026/2027. Die Gewinnschätzungen der Analysten liegen dabei mehr als zehn Prozent über dem aktuellen Marktkonsens.

Mit einem Tagesplus von rund 5,4 Prozent auf 85,39 Euro markiert die Aktie heute ihr neues 52-Wochen-Hoch — und das nach einer Jahresperformance von bereits 123 Prozent. Der DAX legt währenddessen moderat um weniger als ein Prozent zu.

Patentsieg und neue Fabrik als Rückenwind

Flankiert wird die Marktstimmung durch zwei strategische Entwicklungen. Die US-Handelskommission ITC hat ein Importverbot für bestimmte GaN-Komponenten des Wettbewerbers Innoscience bestätigt — ein Patenturteil zugunsten Infineons, das die Marktposition bei Galliumnitrid-Technologien festigt.

Parallel läuft das europäische Projekt „Moore4Power“ an, das mit 91 Millionen Euro die nächste Generation von Leistungselektronik auf Basis von Siliziumkarbid und Galliumnitrid entwickeln soll. Für Juli ist der Start der neuen Smart Power Fab in Dresden geplant.

Am 5. August legt Infineon die Ergebnisse für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres vor. Bis dahin richtet sich der Blick auf den planmäßigen Hochlauf der Dresdener Produktion — und darauf, ob die Kapazitätserweiterungen die hohen Gewinnerwartungen der Analysten untermauern können.

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Diskussion zu Infineon

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.