Infineon hat am 21. Oktober die Zusammenarbeit mit NVIDIA an GaN-basierten Stromwandlungssystemen für KI-Rechenzentren vertieft. An der Börse belasteten dagegen Medienberichten zufolge Intels schwacher Ausblick und Sorgen um hohe KI-Investitionen großer Cloud-Konzerne das Branchenumfeld. Die Infineon-Aktie verlor am Freitag 4,5%.
Zusammenarbeit für KI-Rechenzentren und Start-ups
Im Mittelpunkt der Kooperation mit NVIDIA steht laut Infineon der Hochvolt-Zwischenkreiswandler für KI-Rechenzentren mit einer Gleichstromversorgung von 800 Volt. Die Unternehmen arbeiten dabei an Stromwandlungssystemen auf GaN-Basis.
Ein weiteres gemeinsames Vorhaben richtet sich an europäische Start-ups: Am 22. Oktober starteten Infineon, NVIDIA, Microsoft und UnternehmerTUM Accelerator ein Förderprogramm. Es umfasst die Bereiche physische KI, Robotik und industrielle KI. Die Laufzeit reicht von Januar bis April 2027.
Der Börsendruck erfasste unterdessen europäische Chipwerte einschließlich Infineon. Intel stellte einen Umsatz von 15 bis 16 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Analysten hatten 17,1 Mrd. US-Dollar erwartet.
Medienberichte verknüpften die Schwäche der Branche außerdem mit Sorgen über die hohen KI-Investitionen von Amazon und Alphabet.
Fertigungsausbau und anstehende Geschäftszahlen
Für die eigene GaN-Fertigung hat Infineon Investitionen von rund 1,1 Mrd. Euro in Villach angekündigt. Das Unternehmen plant, die Mittel bis 2034 in bestehende Reinraumflächen am Standort zu investieren.
Dort soll eine Hochvolumenfertigung für GaN-Leistungshalbleiter auf 300-mm-Wafern entstehen. Der Produktionsstart ist für Ende 2027 vorgesehen. Die Republik Österreich unterstützt das Vorhaben mit 319 Mio. Euro.
Der nächste bestätigte Berichtstermin ist der 10. November: Infineon veröffentlicht dann die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026. Angekündigt ist außerdem der Ausblick für das Geschäftsjahr 2026/27.
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