Zweifel an der Rentabilität hoher KI-Investitionen belasteten Infineon am Freitag im Sog des weltweiten Ausverkaufs bei Halbleiter- und KI-Aktien. Medienberichten zufolge sorgten sich Anleger, ob sich die Ausgaben der Hyperscaler bei gestiegenen Zinsen zeitnah auszahlen. Die Infineon-Aktie verlor 2,7%.
Reuters führte den Abverkauf vom Donnerstag auf neue Zweifel an der Finanzierung des KI-Ausbaus nach Unternehmensberichten zurück. Der Philadelphia Semiconductor Index fiel an diesem Tag um 6,7 Prozent. Damit betraf der Verkaufsdruck das breite Halbleiterumfeld.
Lieferabkommen für größere Siliziumkarbid-Wafer
Eine unternehmensspezifische Nachricht lieferte Infineon am 15. Oktober mit einem erweiterten und verlängerten Lieferabkommen mit Wolfspeed. Die mehrjährige Vereinbarung umfasst zusätzlich Wafer mit einem Durchmesser von 200 Millimetern. Bislang bezog sich das Abkommen auf 150-Millimeter-Wafer.
Nach Angaben von Infineon unterstützt die Vereinbarung die Umstellung der Siliziumkarbid-Fertigung auf das größere Waferformat. Wolfspeed bestätigte die Erweiterung und Verlängerung des bestehenden Lieferabkommens.
Start-up-Programm und Novembertermine
Am Donnerstag starteten Infineon, Microsoft, NVIDIA und UnternehmerTUM das Physical AI Growth Lab. Das kostenlose Förderprogramm richtet sich an europäische Start-ups aus den Bereichen Physical AI, Robotik und industrielle KI. Es läuft von Januar bis April 2027.
Für den 10. November ist die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026 angekündigt. Damit steht ein Termin für neue Geschäftszahlen fest.
Außerdem hat Infineon einen Auftritt auf der electronica in München vom 10. bis 13. November angekündigt. Das Unternehmen will dort Technologien und Kundenanwendungen für Physical AI, Robotik, Mobilität und KI-Infrastruktur präsentieren.
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