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Symbolbild, KI-generiert

Infineon Aktie: Goldman Sachs baut auf 5,52 Prozent auf

Goldman Sachs stockt Infineon-Anteil auf 5,52 Prozent auf und erhöht das Kursziel auf 91 Euro. Der Chipkonzern profitiert von KI-Nachfrage und einem Rekordquartal.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldman Sachs erhöht Infineon-Anteil
  • Kursziel auf 91 Euro angehoben
  • Rekordumsatz dank KI-Nachfrage
  • Gericht bestätigt Verkaufsverbot gegen Konkurrenten

Goldman Sachs setzt bei Infineon in dieser Woche in zweifacher Hinsicht ein Signal. Das Bankhaus meldete am Freitag eine Erhöhung seines Stimmrechtsanteils an dem Chipkonzern auf nunmehr 5,52 Prozent, wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht. Nur zwei Tage später hob Analyst Alexander Duval das Kursziel für die Aktie von 88 auf 91 Euro an und bestätigte die Einstufung „Buy“, wie dpa-AFX berichtete. Begründet wird der optimistischere Blick mit der beschleunigten Nachfrage nach 800-Volt-Architekturen für KI-Rechenzentren.

Der Markt reagierte prompt: Am Freitag legte die Infineon-Aktie um 3,94 Prozent zu und schloss bei 62,30 Euro. Damit notiert das Papier weiterhin 21,44 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt, auch wenn es sich seit dem 52-Wochen-Hoch im Juni deutlich zurückgezogen hat. Der jüngste Kursschub deutet darauf hin, dass Anleger die Kombination aus wachsendem institutionellem Engagement und angehobenem Kursziel positiv aufnehmen.

Rekordquartal liefert das Fundament

Der Rückenwind kommt nicht von ungefähr. Infineon hatte am Mittwoch für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Rekordumsatz von 4,17 Milliarden Euro gemeldet, ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig hob der Konzern die Prognose für den bereinigten freien Cashflow auf 1,85 Milliarden Euro an. Treiber ist laut Unternehmensangaben die massive Nachfrage nach Stromversorgungslösungen für KI-Anwendungen. Nicht alle Beobachter waren jedoch restlos zufrieden: Warburg-Research-Analyst Malte Schaumann beließ seine Einstufung bei „Hold“ mit einem Kursziel von 84 Euro und bezeichnete die Quartalsergebnisse laut dpa-AFX als „gemischt“, da die Profitabilität leicht hinter den Markterwartungen zurückblieb.

Andere Häuser bewerteten die Lage unterschiedlich. DZ Bank bestätigte nach den Q3-Zahlen ihre Kaufempfehlung mit einem fairen Wert von 77 Euro, während mwb research bei „Hold“ und einem Kursziel von 60 Euro blieb und darauf verwies, dass das KI-Wachstumspotenzial bereits weitgehend eingepreist sei. Morningstar hob seine Fair-Value-Schätzung dagegen von 55 auf 62 Euro an und begründete dies mit angepassten mittelfristigen Umsatzannahmen im KI-Segment.

Rechtssieg gegen chinesischen Wettbewerber

Zusätzlichen Auftrieb lieferte ein juristischer Erfolg: Das Landgericht München I sowie die US-Handelsbehörde ITC bestätigten Verkaufsverbote gegen den chinesischen Konkurrenten Innoscience wegen Patentverletzungen im Bereich der Galliumnitrid-Technologie, wie dpa meldete. Für Infineon, das GaN-Halbleiter zunehmend für energieeffiziente Stromversorgung positioniert, stärkt das Urteil die eigene Marktstellung gegenüber asiatischer Konkurrenz.

Sparprogramm ohne Kündigungen in Deutschland

Parallel zu den positiven Nachrichten konkretisierte Vorstandschef Jochen Hanebeck das Sparprogramm „Step up“. Weltweit sollen 1.400 Stellen gestrichen und weitere 1.400 Stellen in Niedriglohnländer verlagert werden, wie die FAZ berichtete. Betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland schließt der Konzern dabei ausdrücklich aus. Die Maßnahme soll die Kostenstruktur angesichts des margenkritischen Umfelds verbessern, ohne die Standorttreue im Heimatmarkt aufzugeben.

Ergänzend hatte Infineon Anfang Juli den finalen Abschluss der Übernahme des nicht-optischen Sensorportfolios von ams OSRAM vollzogen, um den Bereich Sensor-Lösungen zu stärken. Die nächste Standortbestimmung folgt am 10. November, wenn der Konzern die Ergebnisse für das vierte Quartal sowie den vorläufigen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2026 vorlegt.

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